Keine Menschen verletzt

Altes Bauernhaus brennt fast komplett ab

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In voller Ausdehnung brannte am Freitagmorgen ein Gebäude im Kiersper Ortsteil Quabecke. ▪

[UPDATE 15.42 Uhr] KIERSPE ▪ Die Bewohner eines ehemaligen Bauernhauses im Kiersper Ortsteil Quabecke mussten am Freitag mit ansehen, wie große Teile ihres Anwesens ein Raub der Flammen wurden. Trotz des schnellen Eintreffens der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung der Flammen vom Dachstuhl auf weitere Gebäudeteile und ehemalige Stallungen nicht verhindert werden.

Ehemaliges Bauernhaus steht in Flammen

Kierspe Quabecke Brand Feuer

KIERSPE - Einen hohen Schaden hat am Freitagmorgen ein Feuer in Quabecke verursacht. Die Stallungen des ehemaligen Bauernhofs wurden zerstört, zudem wurden auch Teile des Wohnhauses beschädigt.

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Von Johannes Becker

Um 7.51 Uhr wurden die Kiersper Wehrleute zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Beim Eintreffen der ersten Helfer war aber schon klar, dass nur ein massiver Einsatz an Brandbekämpfern und benachbarten Einheiten ein komplettes Abbrennen des alten Gebäudes verhindern könnten. Letztlich waren mehr als 80 Kiersper Feuerwehrleute mit 17 Fahrzeugen vor Ort – verstärkt durch die Leiterbühne aus Halver und eine Einheit aus Meinerzhagen, die mit einem Großtanklöschfahrzeug in die Nachbarstadt geeilt war.

Der Inhalt dieses Wagens wurde auch dringend benötigt, um sicherzustellen, dass die Kiersper Wehrleute Zeit genug hatten, eine Wasserversorgung über die Strecke von gut 600 Meter aufzubauen. Denn erst unten im Kerspetal fand sich in den Teichen der Ortschaft Burg genügend Wasser, um dem Feuer zu begegnen. „Eine Aktion, die sehr gut gelaufen ist“, wie Wehrleiter Georg Würth der Meinerzhagener Zeitung mitteilen konnte.

Doch trotz der massiven Einsatzstärke konnten die Mitglieder der Wehren nicht verhindern, dass neben den Dachstühlen auch untere Geschosse des eigentlichen Wohnhauses, der Nebengebäude und Stallungen massiv in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ob und wann das Gebäude überhaupt noch einmal betreten werden kann, stand am Freitag noch nicht fest.

Am Montag der kommenden Woche wird ein Statiker des Märkischen Kreises das Gebäude untersuchen und dabei vor allem die Tragfähigkeit der Geschossdecken überprüfen. Erst danach können eventuell die Bewohner ihre Habseligkeiten aus dem geschädigten Gebäude holen.

Eine Aussage zur Brandursache konnte Würth gestern nicht treffen. Allerdings wird in Kürze ein Brandermittler der Kriminalpolizei das Gebäude in Augenschein nehmen.

Unterstützt wurden die Feuerwehrleute bei ihrem Einsatz vom Team der Rettungswache aus Meinerzhagen, dass aber bereits kurz nach Eintreffen bereits wieder abrücken konnte, da es keine Verletzten gab. Ersetzt wurden die Retter von ihren Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes aus Kierspe, die sich gemeinsam mit der Polizei auch um die Bewohner kümmerten, die zum Teil noch Schlafanzüge und Bademäntel trugen.

Die Polizei hatte auch die Sperrung der K2 übernommen. Bereits im Kerspetal war für die Verkehrsteilnehmer aus Kierspe die Fahrt zu Ende. Erst nach mehr als fünf Stunden konnte der Verkehr ab 13 Uhr die Ortschaft Quabecke wieder passieren. Das abgebrannte Gebäude wurde noch bis in die Abendstunden von einer Brandwache der Kiersper Feuerwehr kontrolliert, um ein erneutes Entzünden der Brandreste zu verhindern.

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