Feuerwehr stellt für 75 000 Euro auf Digitalfunk um

Tobias Frake von Selectric baut hier ein Digitalfunkgerät ein.

KIERSPE - Die Umrüstung der 17 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Kierspe auf Digitalfunk hat am Montag begonnen und wird rund einen Montag dauern. Das neue System soll den analogen Funk ab 2015 oder spätestens 2016 komplett ersetzen, wie Stadtbrandmeister Georg Würth aufmerksam macht.

Von Rolf Haase

Als Vorteile des Digitalfunks nennt er, dass die Geräte leistungsfähiger und abhörsicherer seien. „Beim Digitalfunk wird nicht mehr von Kanälen, sondern von Gruppen gesprochen. Chips lösen die bisherigen Quarze ab und dienen der Identifikation bei der Leitstelle. Nach der Umstellung wird der normale Funkverkehr im Kreis nicht mehr belastet“, so der Kiersper Feuerwehrchef, der weiter informiert, dass die Umstellung anders als in anderen Kommunen, wo die Investition auf die Jahre 2013 und 2014 verteilt wurde, vor Ort auf einen Schlag passiert. Die Stadt kostet die Maßnahme rund 75 000 Euro.

Ab Dezember beginnt für rund ein halbes Jahr der ungesicherte Probebetrieb. In dieser Zeit sollen die Einheiten testen, ob das Netz auch in abgelegenen Stadtteilen wie Belkenscheid oder im Kerspe- und Volmetal funktioniert. Ausgestattet sind die Geräte mit einer Karte im Scheckkartenformat mit Chip. „Im Grunde funktioniert der Digitalfunk nicht anders als ein Handy“, erläutert Würth. Umgerüstet werden neben der Feuerwehr auch die Polizei und anderen Hilfsdienste wie unter anderem das DRK. Ab Juni soll dann der gesicherte Probebetrieb starten. Erst wenn dann alles reibungslos funktioniert,wird das analoge Netz abgeschaltet, so lange steht es parallel zur Verfügung.

Die Umrüstung nimmt in Kierspe die Firma Selectric Digitalfunksysteme NRW aus Münster vor. Die beiden Mitarbeiter Tobias Frake und Sergej Nigezzi arbeiteten auch gestern wieder an einem Einsatzfahrzeug im Gerätehaus Stadtmitte, nahmen die Installation der neuen Verkabelung und den Einbau des Antennensystems, der Bedieneinheit und des Geräteblocks vor.

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