Die Kiersper Wehrleute treffen sich wieder – mit Abstand und Vorsicht

Feuerwehr kann endlich wieder gemeinsam üben

Die Geräteausbildung musste über viele Monate ruhen. Nun wurde der Übungsbetrieb in kleinen Gruppen wieder aufgenommen – nicht nur bei der Kiersper Wehr, sondern bei allen Feuerwehren im Märkischen Kreis. 	Fotos: Feuerwehr Kierspe/Schwanke
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Die Geräteausbildung musste über viele Monate ruhen. Nun wurde der Übungsbetrieb in kleinen Gruppen wieder aufgenommen – nicht nur bei der Kiersper Wehr, sondern bei allen Feuerwehren im Märkischen Kreis. Fotos: Feuerwehr Kierspe/Schwanke

Wenn man gemeinsam ins Feuer geht, dann sollte man schon wissen, wen man neben sich hat. Genau dazu dienen die Übungen der Feuerwehr. Doch die Corona-Pandemie hatte den Wehrleuten eine lange Übungspause beschert. Jetzt geht es wieder los – langsam, vorsichtig und mit viel Abstand.

Kierspe - Rund ums Gerätehaus Stadtmitte wurde es ordentlich nass, als die Mitglieder der zweiten Einsatzgruppe zu den Schläuchen griffen. Es ist lange her, dass solche Treffen möglich waren. „Wir haben zwar online einiges gemacht. Es gab Unterweisungen im Arbeitsschutz und sogenannte Fahrerbelehrungen. Wir haben uns auch in kleinen Gruppen mit den neuen Atemschutzgeräten vertraut gemacht. Aber auch bei dieser Zusammenkunft konnte von Üben keine Rede sein. Normalerweise hätten wir einen Bereich des Gerätehauses verraucht, um dort dann die neuen Geräte zu testen. Doch bei dem Treffen wurde lediglich die Funktionsweise erklärt“, schildert Feuerwehr-Pressesprecher Christian Schwanke die bisherige Übungspraxis.

Betroffen von den ausgefallenen Übungen waren aber nicht nur die Aktiven, sondern auch die, die diesen Status erst noch erreichen wollen. Bisher fand die Grundausbildung immer gemeinsam mit der Feuerwehr Schalksmühle statt. Bei dem aktuellen Lehrgang ist man davon aber abgewichen, da man eine Durchmischung bei praktischen Übungen vermeiden wollte. Nach Wochen des digitalen Lernens fanden nun bereits drei praktische Lerneinheiten statt. Die letzte am Sonntag, da seilten sich die zukünftigen Wehrleute vom Wienhagener Turm ab.

Noch in diesem Monat wird der Lehrgang mit einer Übung, die dann als praktische Prüfung gilt, enden. Für die Kiersper Wehr bedeutet das, dass sie zukünftig elf weitere Wehrleute in ihren Reihen begrüßen darf.

Die Aktiven selber sind etwas später in die Praxis gestartet. „Wie alle Feuerwehren im Märkischen Kreis. Da gab es eine Absprache, damit niemand vorprescht“, sagt Schwanke.

Im Abendlicht übten die Mitglieder der zweiten Einsatzgruppe des Löschzugs Stadtmitte den Umgang mit den Hohlstrahlrohren.

Auch wenn mittlerweile die allermeisten Wehrleute zumindest die erste Impfung bekommen haben, gelten weiterhin strenge Abstands- und Hygieneregegeln beim Training. Schwanke: „Geübt wird mit maximal zehn Leuten und zwei Ausbildern. Die Gruppen werden nicht gemischt und dort, wo es möglich ist, wird auch der Abstand gewahrt. Natürlich werden auch Masken getragen.“ Der Pressesprecher sagt, dass er bislang große Freude bei den Wehrleuten festgestellt habe. „Alle haben sich gefreut, dass es endlich wieder losgeht. Allerdings wissen wir noch nicht, ob die lange Pause nicht doch zu der einen oder anderen Abmeldung führen wird. Da sind wir auch bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie beim Spielmannszug sehr gespannt. Denn in diesen Bereichen hat ja seit Oktober gar nichts mehr stattgefunden“, sagt Schwanke. So habe der Spielmannszug zuletzt beim Karneval im vergangenen Jahr gespielt. Danach habe man noch Musik bei der Verabschiedung des Bürgermeisters und der Einführung des neuen Wehrleiters gemacht. „Ich denke, dass da auch in diesem Jahr nicht mehr viel passieren wird“, so der Pressesprecher.

Umso mehr freut er sich, dass sich nun zumindest wieder die Aktiven treffen und trainieren dürfen. Auch wenn diese Übungen von der Pandemie beeinflusst werden. Schwanke: „Normalerweise haben wir uns immer nach dem Ende des Übungsabends auf ein Getränk zusammengesetzt. Das findet jetzt nicht mehr statt. Jetzt werden nach dem Training noch einmal die Hände desinfiziert und dann geht es nach Hause.

Alle Züge üben

Dem Pressesprecher Christian Schwanke ist es wichtig zu betonen, dass das, was er über den Übungsbetrieb des Innenstadtzuges berichtet, in gleicher Weise auch für die beiden Züge in den Außenbereichen gilt.

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