Fortbildung

Bei der Feuerwehr geht‘s heiß her

Feuerwehrmänner im Übungseinsatz
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Die Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe übten unter realistischen Bedingungen. Möglich wurde das durch die Übungsanlage der Firma Feuercon.

Heiß her ging’s bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kierspe. Am neuen Gerätehaus Stadtmitte fand eine stadtweite sogenannte Heißausbildung für Atemschutz-Geräteträger aller Kiersper Löschzüge statt.

Die Firma Feuercon war mit ihrer mobilen Heißausbildungsanlage nach Kierspe gekommen und bot dort eine möglichst real wirkende Einsatzlage.

Das Unternehmen aus Erkrath betreibt seit dem Jahr 2012 die erste mobile, feststoffbefeuerte und bundesweit einsetzbare Realbrand- und Heißausbildungsanlage. Der Container hat eine Größe von 60 Quadratmetern und ist dem Aufbau einer realen Wohnung nachempfunden. „Dadurch kann man einen realistischen Wohnungsbrand von der Entstehung, Entwicklung und voller Ausbreitung simulieren. Ein Küchenbrand ist ebenso simulierbar wie auch ein Brand im Wohnzimmer. Außerdem gibt es einen Flur, der als Übungsstrecke für Atemschutzträger genutzt werden kann und einen Kellerraum mit Gas- und Stromversorgung“, erklärte Kierspes Feuerwehr-Pressesprecher Christian Schwanke. Das Feuercon-Ausbilderteam besteht aus Einsatzkräften verschiedener Berufs- und Werksfeuerwehren. Sie alle bringen langjährige, praktische Erfahrungen im Brandeinsatz mit sowie das entsprechende Know-how der Technischen Hilfeleistung. Eine ständige Aus- und Weiterbildung der Feuercon-Kräfte stellt sicher, das die Aus- und Forbildung der Feuerwehren zielgruppengerecht erfolgen kann. In Kierspe wurden am Wochenende vier Ausbildungsblöcke mit jeweils zehn Teilnehmern angeboten.

„Lesen“ von Rauch

Gleich im ersten Teil eines Ausbildungsblocks ging es um das „Lesen“ von Rauch? Wie entwickelt sich das Geschehen am Brandherd, womit müssen die eingesetzten Einsatzkräfte rechnen? Dabei wurde der Brandverlauf von einem Entstehungsbrand bis zur finalen Rauchgasdurchzündung simuliert. Die Teilnehmer lernten intensiv, eine bevorstehende Durchzündung zu erkennen. Besonders wichtig dabei: Wie kann sich eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann adäquat bei einer Durchzündung schützen? Besonders wichtig dabei ist die persönliche Schutzkleidung, auf die unbedingt Verlass sein muss.

Im zweiten Teil eines jeden Ausbildungsblocks gab es ein „einsatztaktisches Training unter realistischen Bedingungen“. Dabei wurde ein Wohnungsbrand simuliert. Das Szenario beinhaltete auch, dass insgesamt vier Personen als vermisst galten.

Wertvolle Tipps vom Trainer

„Der vorgehende Trupp wurde von einem Trainer begleitet und konnte so wertvolle Tipps während der Übung bekommen und auch direkt umsetzen“, blickt Christian Schwanke auf das Wochenende zurück. Die besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte: Während der Übung praktisch keinerlei Sicht, sehr große Hitze und eine enorme körperliche Anstrengung – Herausforderungen bei der Übung, die es zu meistern galt. Im Rückblick zieht Christian Schwanke allerdings eine äußerst positive Bilanz: Es war zwar ein anstrengendes, aber sehr lehrreiches Wochenende.“

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