Technischer Defekt in Kierspe

Mehr als 170 Helfer bei Brand im Alten Amtshaus

[UPDATE 17.25 Uhr] KIERSPE - Wahrscheinlich aufgrund eines technischen Defekts kam es am Freitag zu einem Brand im Alten Amtshaus an der Friedrich-Ebert-Straße. Da die Wehrleute bei ihrem Eintreffen gegen 15.30 Uhr zwar eine immer stärker werdende Rauchentwicklung feststellen, die Ursache aber nicht bestimmen konnten, wurden alle Löschzüge der Stadt alarmiert.

Dabei standen jedoch nur wenige Einsatzkräfte des Löschzuges 1 zur Verfügung, weil etliche Wehrleute dieser Einheit eine Schulung in Münster besuchten, weswegen der Löschzug 2 sowie der Löschzug 4 als Unterstützungslöschzug mit dem obigen alarmiert wurden.

Zusätzlich wurden die Drehleitern aus Meinerzhagen und Lüdenscheid sowie Einheiten aus Halver zur Einsatzstelle gerufen. Hinzu kam der Einsatzleitwagen 2 aus Plettenberg, der Gerätewagen Atemschutz aus Gummersbach sowie der Löschzug 3 der Kiersper Feuerwehr.

Im Einsatz war auch ein spezieller Container mit zusätzlichen Atemschutzgeräten aus dem Service Center Iserlohn, der durch die dortige Berufsfeuerwehr nach Kierspe gebracht wurde. Noch in der Nacht wurden weitere Atemschutzgeräte, die mit dem Löschzug 1 in Münster waren, nach Kierspe zurückgeholt.

Natürlich waren auch die Mitglieder des Kiersper DRK ausgerückt, um die Wehrleute zu unterstützen, vor allem bei einem medizinischen Notfall, der aber glücklicherweise ausblieb. Insgesamt waren rund 170 Einsatzkräfte vor Ort.

Um bessere Sicht von der Drehleiter in die Räume des Obergeschosses zu bekommen, wurden etliche Fensterscheiben von der Feuerwehr geöffnet, zum Teil auch eingeschlagen, aus denen dann große Mengen Rauch nach außen drangen. Doch diese Maßnahme konnte keine Klarheit im Bezug auf die Brandursache bringen.

Erst durch den Einsatz der Wärmebildkamera konnte der Brandherd in einer Zwischendecke lokalisiert werden. Diese wurde geöffnet, um das Feuer bekämpfen zu können.

Neben einer Wohnung, in der vier Kiersper gemeldet sind, befinden sich in dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude das Stadtarchiv, die Volkshochschule, das Bakelitmuseum und die Räume des Heimatvereins. Welchen Schaden diese Einrichtungen durch die Löscharbeiten genommen haben, ist noch nicht abzusehen.

Gerettet wurde aber auf jeden Fall der Server der VHS. Die Mitarbeiter der Volkshochschule können so bereits am Montag ihre Arbeit wieder aufnehmen, dann allerdings aus dem Rathaus heraus.

Die Friedrich-Ebert-Straße (L 237) wurde von der Polizei und der Feuerwehr während der gesamten Einsatzdauer bis in den Abend hinein gesperrt. Die ersten Einsatzkräfte aus den umliegenden Städten zogen ab 22 Uhr von der Einsatzstelle ab. Bis 4 Uhr in den Morgenstunden übernahm der Löschzug 2 eine Brandwache. - Johannes Becker/red

Rubriklistenbild: © van de Wall

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