Festliche Bläsermusik zum Auftakt der Kirchenkonzerte

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Begeisterten mit festlicher Bläsermusik zum Auftakt der neuen kirchenmusikalischen Veranstaltungsreihe in der Servatiuskirche: Die Mitglieder des Bergischen Blechbläser-Ensembles unter Leitung von Musiklehrer Heinz -Rudolf Meier.

RÖNSAHL ▪ Musik, die zu Herzen geht, Klänge, so wie sie seinerzeit nur an fürstlichen Residenzen und in Königshäusern zu hören gewesen sind, so machte Dr. Christoph Luyken als Intendant der weithin bekannten und beliebten Rönsahler Kirchenkonzertreihe am Samstagabend in der Servatiuskirche deutlich, sollten als würdiger Auftakt zur neuen Spielzeit gelten und weckte damit die Neugier auf einen ebenso genussvollen wie gleichermaßen auf hohem künstlerischen Niveau angesiedelten Abend.

Das am Vorabend des Erntedankfestes mit zahlreichen Gaben aus Garten und Feldflur liebevoll geschmückte Gotteshaus bildete einmal mehr und diesmal in ganz besonderem Maße den festlichen Rahmen und das für Veranstaltungen dieser Art so unverzichtbar wichtige Wohlfühl-Ambiente, das die altehrwürdige Servatiuskirche weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt gemacht hat.

So durften sich die Veranstalter der Konzertreihe, sprich Intendantur und evangelische Kirchengemeinde, gleich zum Auftakt wiederum über ein großes Publikumsinteresse freuen. Dabei war man der Devise treu geblieben, auch diesmal wieder etwas Neues aufzutischen, der bislang schon gebotenen Vielzahl an konzertanten Ereignissen in der langen Reihe von über zwanzig Jahren einen weiteren Mosaikstein hinzuzufügen. Und das sollte mit dem Auftritt des unter der Leitung von Dirigent Heinz Rudolf Meier gastierenden zwölfköpfigen Blechbläser-Ensembles aus dem Bergischen Land dann auch in hervorragender Weise gelingen, wie sich schon bald zeigte.

Weit gespannt war der Bogen dessen, was unter dem Sammelbegriff „Festliche Bläsermusik von Renaissance bis Moderne“ zu Gehör gebracht werden sollte. Das Bergische Blechbläser-Ensemble, ursprünglich von Studenten der Bergischen Universität in Wuppertal gegründet und mittlerweile längst mit der Empfehlung vieler internationaler Konzertreisen und mehrerer erfolgreicher CDs als Empfehlung im Gepäck, servierte einen bunten musikalischen Cocktail aus Klassik und Moderne und spielte sich mit Werken beispielsweise von Monteverdi, Händel und Mozart, Haydn und Joplin sofort in die Herzen der Zuhörer.

Was besonders gefallen konnte, war die von einem hohen Maße an Einfühlungsvermögen und Harmonie geprägte, dabei stets nuanciert und fast im unterhaltsamen Plauderton servierte Palette von Tönen und Klängen, die so rein gar nichts mit der Art von Musik zu tun hatte, wie sie der Laie Blechinstrumenten des Öfteren fälschlicherweise zuschreibt.

Gleichwie, ob es sich um Stücke von Georg Friedrich Händel oder von Wolfgang Amadeus Mozart handelte, die musikalischen Botschaften kamen beim dankbar applaudierenden Publikum hervorragend an. Zum Entrée brachte das Ensemble die fast majestätisch anmutende „Ankunft der Königin von Saba“ aus dem Oratorium „Salomon“ aus der Feder von Georg Friedrich Händel (1685-1759) zu Gehör, außerdem genossen die Zuhörer den Hymnus „Der du bist drei in Einigkeit“ des zeitgenössischen Komponisten Hans-Joachim Rolf (geb. 1960). Darüber hinaus spielten die Musiker einige beschwingt-heiteren Kompositionen aus der Feder von Wolfgang Amadeus Mozart wie etwa die Zauberflöte und die Arie des Sarasto.

Dem Publikum wurde zudem die Ehre zuteil, einer Uraufführung des Haydn‘schen Terzetts „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, arrangiert und bearbeitet von dem heimischen Musiklehrer André Becker aus Marienheide, beiwohnen zu dürfen. Und auch dafür gab es – wie insbesondere auch für den nach der Pause vollzogenen Wechsel zu vornehmlich neuzeitlichem Musikempfinden und entsprechenden Kompositionen, prasselnden Beifall. Ein Höhepunkt dieses Programmteils kündigte sich an, als die weltbekannte Melodie „Downtown“ von Tony Hatch (geb. 1939), gespielt von vier Posaunen, aufgetischt wurde. Langanhaltender Beifall zum Ausklang wurde belohnt mit Engelbert Humperdincks „Abendsegen“, der die Konzertgäste auf den Heimweg entließ. ▪ cr

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