„Es ist schön, wenn der Name auch Programm ist“

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Ostermontag vor 25 Jahren wurde Pfarrer Reiner Fröhlich (links) ordiniert. Zu den Gratulanten gehörte auch Superintendent Klaus Majoress.

Kierspe -  „Es ist schön, wenn der Name Programm ist“, bemerkte Superintendent Klaus Majoress am Sonntagmorgen bei seiner Festrede in der Christuskirche anlässlich der silbernen Ordination von Pfarrer Reiner Fröhlich.

Von Gertrud Goldbach

„Der Leitsatz Deiner Ordination am Ostermontag 1989 war: ‚Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen‘ aus Johannes 20,19, und in ihm steckt schon die Bedeutung ‚fröhlich‘.“

Mit einem kleinen festlichen Akt während des Palmsonntagsgottesdienstes würdigten die Gemeinde, der evangelische Kirchenkreis, das Presbyterium und auch Pfarrer George Freiwat die 25-jährige Dienstzeit des Pfarrers.

Hermann Reyher ist der letzte aktive Presbyter, der Reiner Fröhlich 1991 gewählt hatte. Als Jubiläumsgeschenk des Presbyteriums übergab er einen Korb mit sinnbildlichen Inhalten wie Brot und Wein sowie einem Essensgutschein. Pfarrer George Freiwat hob bei seiner Gratulation die Verschiedenartigkeit beider Charaktere heraus. „Auch wenn das manchmal anstrengend ist – ich denke, es tut der Gemeinde gut.“

Der Lebensweg von Pfarrer Reiner Fröhlich begann 1958 in Hilchenbach-Müsen. Dort besuchte er auch die Grundschule, später das Jung-Stilling-Gymnasium in Hilchenbach. Mit dem FC Hilchenbach wurde er in der B-Jugend 1973/74 im Fußball Kreismeister.

Schon in Müsen gehörten Kindergottesdienst, Jugendkreis und Bibelstunden zu seinem Leben. Später studierte er Theologie in Wuppertal, Tübingen und Erlagen. In den Semesterferien arbeitete er am Fließband bei Daimler-Benz.

In dieser Zeit wurde er auch politisch aktiv. Er gründete den Arbeitskreis „politische Implikationen des Glaubens“ in der Studentengruppe in Tübingen, beteiligte sich an Demonstrationen gegen die sogenannte „Nach-Rüstung“ (Pershing 2 und Cruise Missile) und leistete zivilen Ungehorsam bei der Blockade von Mutlangen. Auch eine Reise nach Indonesien gehörte zu seien Erfahrungen.

Später wurde er Vikar in Lüdenscheid, dann Pastor im Hilfsdienst in Iserlohn, wo er am Ostermontag 1989 durch Superintendent Dr. Weichenhahn ordiniert wurde. 1991 ging er nach Kierspe. Dort wurde er Pfarrer, zuerst bis 2005 im evangelischen Gemeindehaus Felderhof, von 2005 bis 2006 an der Margarethenkirche und seit 2006 an der Christuskirche.

Neben Bibellesen und Beten hat Pfarrer Reiner Fröhlich viele Hobbys, die zu seiner Persönlichkeit gehören. So spielt er immer noch gerne Fußball, wandert gerne, macht Waldläufe oder interessiert sich für Borussia Mönchengladbach. Er beherrscht das Gitarrenspiel, singt dazu gerne Neil-Young-Lieder und liebt es, auf der Bühne zu stehen. Israel mit seinem Judentum, den Palästinensern und den messianischen Juden üben große Faszination auf ihn aus.

Politisch sind seine Themen Atomkraft, die neu-liberale Wirtschaftspolitik und deren Vertuschung sowie das Abwürgen der Energiewende und nimmt dazu auch öffentlich Stellung.

Zu seinen sportlichen Vorlieben gehört das Fahrradfahren mit inzwischen drei Alpen- und einer Pyrenäendurchquerung. Er mag Blues- und Rockmusik. Er selbst bezeichnet sich als wertkonservativ-modern, missionarisch-innovativ, charismatisch-weltoffen und glaubensgehorsam-begeistert.

In seiner neuen Heimat, dem Sauerland fühlt er sich wohl. Die Gemeinde in Kierspe ist für ihn nicht nur eine Arbeitsstelle, sondern eine Gemeinschaft, die stark und tragfähig ist.

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