Sichere Verwahrung von bis zu 50 Fahrrädern ist ab Frühjahr möglich

Fertiggestellt: Kierspes neues Radhaus

Durchs Weitwinkelobjektiv betrachtet, wirkt die neue Radstation riesig. Insgesamt finden dort 50 Fahrräder einen sicheren und trockenen Ort, an dem ihre Besitzer sie parken können.
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Durchs Weitwinkelobjektiv betrachtet, wirkt die neue Radstation riesig. Insgesamt finden dort 50 Fahrräder einen sicheren und trockenen Ort, an dem ihre Besitzer sie parken können.

Kierspe – Rechtzeitig zum Jahresende – und damit wie geplant – ist die neue Radstation am ZOB in Kierspe so gut wie fertig geworden. In Zukunft können dort bis zu 50 Fahrräder trocken und sicher untergebracht werden.

Geplant wurde die neue Station noch im Rahmen der Regionale 2013. Gemeinsam mit Bahnhof, Busbahnhof und Pendlerparkplatz soll sie Pendlern – aber natürlich auch allen anderen Zweiradfreunden – zur Verfügung stehen, die einen sicheren Ort für ihr Rad suchen, wenn sie mit dem Zug oder Bus in Richtung Arbeitsstelle, Schule oder Universität und auch, wenn sie touristisch in der Volmestadt unterwegs sind.

Die Bauarbeiten seien, so Tiefbau-Sachgebietsleiter Helmut Heidemann, schnell und ohne Verzögerung gelaufen, da die Station selber, die die Firma Ziegler aus dem süddeutschen Weissach-Flacht geliefert hat, aus Fertigteilen besteht und innerhalb kurzer Zeit aufgebaut werden konnte. Lediglich das Fundament und die Pflasterarbeiten mussten vor Ort umgesetzt werden, eine Arbeit, die von dem Kiersper Unternehmen Gohmann erledigt wurde.

Von außen kommt das neue Radhaus schlicht und grau-rot daher. Lochblech und Sicherheitsglas schaffen einen lichten Eindruck und werden wohl, wie geplant, keine „Angsträume“ entstehen lassen. Im Inneren finden sich massive Stahlbügel, an denen die Räder mit Schlössern ihres Besitzers angeschlossen werden können.

Diese Zugangsberechtigung bekommen Radbesitzer, die sich auf einer speziellen Internetseite registriert haben und auf ihrem Handy eine entsprechende App installieren.

Helmut Heidemann, Stadt Kierspe

Doch bevor der Radfahrer dorthin gelangt, muss er erst einmal Zutritt zum Gebäude erhalten. Denn die Stahltür am Eingang öffnet sich nur, wenn ein vierstelliger Code eingegeben wurde.

Bei der Planung der Anlage wurde noch überlegt, ob man Schlüsselkarten verwendet, die übers Rathaus ausgegeben werden, letztlich hat man sich dann aber für die flexiblere Lösung mit dem Code entschieden.

„Diese Zugangsberechtigung bekommen Radbesitzer, die sich auf einer speziellen Internetseite registriert haben und auf ihrem Handy eine entsprechende App installieren“, erklärt Heidemann. Darüber könne auch der Mietzeitraum gebucht werden. Heidemann: „Wir bieten Tages- Wochen-, Monats- und Jahrestarife an.“ Will der Radfahrer die Tür zur Station öffnen, bekommt er über die App einen vierstelligen Code, der nur zum einmaligen Öffnen der Tür verwendet werden kann – damit soll verhindert werden, dass nur einer zahlt, aber mehrere die Tür öffnen und dann ihre Fahrräder „kostenlos“ unterstellen können. Im Inneren der neuen Station findet sich auch noch eine Art Schrankwand, in der sich Schließfächer befinden, in denen Helme oder anderes Zubehör sicher gelagert werden können. Auch die Türen der Schließfächer öffnen sich über einen Code.

Die neue Radabstellanlage findet sich hinter ZOB, Bahnhof und Pendlerparkplätzen. Mit Lochblechen, einer Stahltür und Sicherheitsglas soll unberechtigtes Betreten verhindert werden.

Zu den Kosten, die Radfahrer für das Einstellen ihrer Zweiräder zahlen müssen, konnte der Sachgebietsleiter noch nichts sagen. „Es gibt erst noch eine Schulung für alle die, die nachher bei der Stadt mit der Anlage zu tun haben. Danach können sich dann die Nutzer über die Website registrieren. Wir rechnen damit, dass das alles in den kommenden zwei Monaten geschieht, danach kann die Anlage genutzt werden, und dann steht auch der Preis fest“, erklärt Heidemann. Zuvor müssten aber auch noch Estricharbeiten innerhalb der Anlage abgeschlossen werden. Wann genau diese erledigt werden, hängt von der Außentemperatur ab.

Der Preis der neuen Radabstellanlage selbst ist bereits seit dem vergangenen Jahr bekannt. So wurde dem zuständigen Ausschuss mitgeteilt, dass die Radabstellanlage 88 000 Euro kosten wird, davon muss die Stadt Kierspe allerdings lediglich 8800 Euro aufbringen, da die gesamte Anlage vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe mit 90 Prozent bezuschusst wird.

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