Ohrenbetäubender Lärm

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Mit der Unterstützung von Karl-Heinz Kraus schmiedeten die Kinder kleine Gegenstände auch selber.

Kierspe - Spannend war der Besuch des Schleiper Hammers im Rahmen der Ferienspiele für 20 Mädchen und Jungen. Solch einen Arbeitsplatz in einem schummrigen Gebäude hatten die meisten Kinder noch nie gesehen.

Alte Hämmer, Maschinen und auch eine Feuerstelle befinden sich im Hammer. Nicht alle waren zum ersten Mal hier. Luca kannte sich schon aus, er war schon einmal zu Besuch gewesen. So wusste er nicht nur, was hier alles gemacht wurde, er konnte den anderen Kindern davon auch erzählen.

„Wir haben mit einer Maschine kleine Teller geformt“, berichtete er. „Sie wurden aus Bakelit gemacht. Nachdem sie fertig waren, haben wir die scharfen Kanten weggefeilt.“ Auf dem Plan stand noch, dass Eierbecher gepresst werden sollten, doch die Maschine war gerade nicht in Funktion.

Manchmal war es in der Schmiede so laut, dass sich die Kinder die Ohren zuhalten mussten.

Während die Jungengruppe mit dem Pressen von Bakelittellern beschäftigt war, war die Mädchengruppe fasziniert von den großen Maschinen im unteren Teil des Schleiper Hammers. Alle trugen zur Sicherheit leuchtendgelbe Schutzhelme. Karl-Heinz Kraus erklärte den Mädchen die Bedeutung der Maschinen, bevor sie selbst die Funktionen ausprobieren konnten.

Beim Schleifen von Nägeln ging den Kindern Roland Hedderich zur Hand.

Am Schleifstein wurden Bohrer geschärft, auf einem Amboss brachten sie glühendes Eisen in Form und an einer anderen Maschine ließen sie einen Hammer auf den Amboss fallen. Das wurde dann so laut, dass sich alle die Ohren zuhielten. Für eine Stärkung hatte der Heimatverein in Form von Waffeln gesorgt. Die Pause mittendrin war dann auch das Signal, dass die Gruppen wechselten.

Die Jungengruppe kam zu den Hämmern zum Schmieden und die Mädchen konnten sich kleine Teller aus Bakelit pressen. Für drei Stunden waren die Kinder in eine vergangene Welt eingetaucht, die ihnen das Team vom Heimatverein näher gebracht hatte.

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