Hobel, Drehe und Fräse locken Kinder an

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Karl-Heinz Kraus erklärte den Kindern unter anderem, wie die Drehe im Schleiper Hammer funktioniert.

Kierspe - Die Stärkung hatten sie sich redlich verdient. Die Teilnehmer der Wanderung zum Schleiper Hammer, die seit einigen Jahren vom Kiersper Heimatverein angeboten wird, hatten immerhin einen langen Weg hinter sich gebracht.

Nach dem gut einstündigen Marsch wurden sie mit Wasser und frischen Waffeln empfangen, um sich für die bevorstehenden Aufgaben zu stärken.

Um 13 Uhr waren sie gestartet, um 14.15 Uhr trafen sie am Schleiper Hammer ein. Die Wanderung findet nur einmal in diesen Ferien statt, weshalb die geringe Anzahl von nur neun Kindern überraschen mag. Angesichts von Temperaturen weit über 30 Grad war es aber verständlich, dass nicht alle 17 angemeldeten Kinder kamen. Willkommen waren Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren.

Unter der Leitung von Peter Heins und Karl-Heinz Kraus wurde den Mädchen und Jungen gezeigt wie Hobel, Drehe und Fräse funktionierten. Immerhin 110 Jahre alt ist die Fräsmaschine mittlerweile, stolze 105 Jahre die Hobelmaschine.

„Und jetzt wird es laut“, sagte Kraus, als er mit den Kindern vor der Schmiede stand. Dort durften sie dann selbst tätig werden, jedes Kind ließ den Hammer mit Hilfe von Karl-Heinz Kraus einmal fallen. Später ging es dann eine Etage nach oben. In der Bakelitabteilung, wo hand- und motorgetriebene Kniehebelpressen, eine Hydraulikpresse, eine Entgraterei und eine Schleiferei stehen, konnten sie ebenfalls zugreifen.

Eine interessante Info hatte auch Peter Heins für die Teilnehmer parat. Wie alt der Schleiper Hammer sei, wisse niemand so genau, „aber die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1815“, so Heins.

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