In Kierspe auf den Spuren Martin Luthers

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Gummistiefel-Weitwurf gehörte zu den Disziplinen, in denen die Kinder ihr Können unter Beweis stellten.

Kierspe - Nicht in der Wartburg, sondern in der „Nockenburg“ – besser bekannt als die Freie Evangelische Gemeinde (FEG) – verbrachten zwölf Kinder zusammen mit Martin Luther im Rahmen einer Ferienspielaktion einen besonders sonnigen Nachmittag.

Weil Burgen bekanntlich nur durch Kerzenlicht erhellt werden, hatten die Mitarbeiterinnen die Fenster des Gemeindehauses verdunkelt um wenigstens etwas schummrige Stimmung zu erzeugen. Im Rahmen der Spiele begaben sich die jungen Teilnehmer auf die Spuren des Reformators und erfuhren viel über die wichtigsten Stationen seines Lebens. Die wurden in verschiedenen Räumen dargestellt anhand von Gegenständen, die symbolisch für Wendepunkte im Leben Luthers standen. 

Christa Meißner mimte die Hausmeisterin der „Burg“ und nahm die Kinder erst einmal mit zu einer Besichtigung. Sie sahen das Kloster, in dem Luther als Mönch lebte, und den Turm, in dem ihm das Licht der Gnade aufging. Luthers Kampf gegen den Ablass, sein Thesenanschlag und die Entführung auf die Wartburg waren weitere Stationen. 

Das Gemälde im Kloster war zerstört. Mit Hilfe von Puzzletechnik sollten die Kinder es reparieren und lernten dabei viel über das Leben Luthers.

Zu jeder Spur gab es Geschichten oder Mitmachaktionen, bei denen teils inhaltlich gearbeitet wurde, teils Schnelligkeit, Kraft oder Geschicklichkeit gefragt waren. Das berühmte Gewitter, in dem Luther gelobte ins Kloster einzutreten, verbanden die Mitarbeiterinnen mit einem Gummistiefel-Weitwurf. Sackhüpfen oder Nägelschiffchen weben hatten auch nur bedingt mit Kirchengeschichte zu tun.

Anders die Klostersituation: Dort erzählte ein altes Gemälde über Luthers Zeit als Mönch. Leider war es im Laufe der Jahrhunderte kaputt gegangen, die Jungen und Mädchen mussten deshalb in Puzzletechnik einzelne Bilder und Geschichten wieder zusammensetzen. Im Laufe des Nachmittags erhielten die Kinder so auf spielerische Weise einen Einblick über das Leben Luthers und die Stationen, die am Ende zur Reformation führten. 

Der Luther-Nachmittag ging im Bahnhof 3und90 zu Ende. Dort standen weitere Mitarbeiter bereit, die für die Kinder einen ritterlichen Schmaus vorbereitet hatten.

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