Ferienspiele: Brotbacken im alten Holzkohleofen in Rhadermühle

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Nach einiger Ruhezeit sind die Teigklumpen um einiges größer geworden und können nun zu Broten geformt werden.

KIERSPE - Kneten, matschen, mischen, formen, backen – genießen. Das stand auf dem Plan bei den Ferienspiele, die der Heimatverein Kierspe im alten Backhaus in Rhadermühle veranstaltete – „Backen wie in alten Zeiten“.

Um auch genügend Hunger mitzubringen stand zunächst eine Wanderung auf dem Programm: Gemeinsam mit Christel und Rolf Hansen, sowie Dieter Baukloh und Manfred Meichsner ging es für die 18 Kinder vom Treffpunkt am Hotel Berkenbaum eine knappe Stunde zum Backhaus Rhadermühle. Dort wurden sie von Silvia Baukloh und Karin Derksen empfangen – und es hieß: Runter mit den Rucksäcken und rein in die Schürzen.

Dann war Handarbeit gefragt: Jedes Kind erhielt eine Schüssel mit den vorbereiteten Zutaten für das hauseigene Weizenmischbrot. Hier gab es bereits die erste Überraschung für die Kinder: „Das Mehl sieht ja ganz anders aus“ – gemeint war das dunklere Roggenmehl, das zwischen Weizenmehl und den anderen Zutaten herausstach. Die Kneterei mit den Händen stellte sich für viele als gar nich so einfach heraus, denn der Teig wurde zu einer zähen und sehr klebrigen Masse, die sich wie Schwimmhäute über die Hände legte.

Als sich alle aus dem Teig befreit hatten, wurden die Schüsseln abgedeckt, um dem Gemisch Zeit zum Aufgehen zu geben. Derweil vertrieben sich die Kinder die Wartezeit außerhalb des Backhauses mit Spielen und Erkundungstouren entlang des Waldweges. „Wir haben wirklich Glück, dass das Wetter so schön ist“, meinte Silvia Baukloh. „Eigentlich haben wir nur Kapazitäten für maximal 16 Kinder. Bei Regenwetter wäre es hier wirklich eng geworden.“ Während die Ferienspielkinder sich draußen austobten, machte sich Karin Derksen wieder an die Arbeit und bereitete in einer Knetmaschine weiteren Teig zu. Den alten Holzkohleofen hatte sie bereits am Tag zuvor angeheizt, um ihn auf die benötigte Temperatur zu bringen. Einmal befeuert, können darin bis zu 80 Brote gebacken werden. Damit sich der Arbeitsaufwand lohnt, mussten zu den 20 Broten der Kinder nun noch einige für den Verkauf gebacken werden – Abnehmer gibt es genug.

Dann waren auch die Kinder an der Reihe, ihre Teigklumpen nach der Ruhezeit wieder „aufzuwecken“ und zu runden Broten zu formen – das klappte mit Hilfe von Karin Derksen und Silvia Baukloh mit ein bisschen Übung auch ganz gut. Dann ging es für die runden Laibe in den feurigen Ofenschlund – und wieder hieß es warten. Etwa eine Stunde braucht das Brot, um im Holzkohleofen richtig durchzubacken. Nach Hause ging es für die 18 Kinder dann nicht zu Fuß, sondern mit dem Bus – im Gepäck ihre selbstgemachten, duftenden Brote. Da waren hungrige Blicke vorprogrammiert. - Laila Weiland

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