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Kita wartet immer noch auf neue Lollitests

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Von: Detlef Ruthmann

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Im Kindergarten Kunterbunt gibt es noch keine neuen Lolli-Tests
Für die Omikron-Variante sollten besondere Lolli-Tests verschickt werden – in der Kita am Büscherweg wartet man immer noch darauf. © Michael Reichel

Eigentlich läuft es normal, doch normal ist in Zeiten von Corona etwas anderes. So ähnlich könnte man den Alltag von Erzieherinnen und Erziehern in den Kindertagesstätten in Kierspe umreißen.

Kierspe - Denn die Mädchen und Jungen kommen nach wie vor und wie gewohnt in die Einrichtungen, beschreibt es Heike Fischer, Leiterin des Kindergartens Kunterbunt. Neu ist dabei, dass die Kinder von den Erzieherinnen am Eingang abgeholt werden – die Eltern bleiben draußen, um so wenig wie möglich Kontakt zu haben. Das gleiche dann mittags beziehungsweise am Nachmittag: Die Erzieherinnen ziehen den Mädchen und Jungen Jacken und Schuhe an und bringen sie zur Tür, wo sie von den Eltern abgeholt werden. Wirklich neu ist dies nicht, denn es wird wegen Corona seit vielen Monaten so praktiziert.

„Wir haben dafür extra einen zweiten Eingang geschaffen“, erklärt Fischer, dass man auf diese Weise den Kontakt minimieren will. Das gilt allerdings nicht für den zu den Kindern. „Da gibt es nach wie vor Kuschelkontakt“, so die Kita-Leiterin. Und dies ohne Maske, die wird von den Erzieherinnen nur beim Kontakt mit Erwachsenen und auf den Fluren der Einrichtungen getragen. Bei den Mädchen und Jungen gehe das nicht, weil sie nicht von den Augen ablesen können, sondern das Gesicht, die Mimik sehen müssen. Außerdem würde man mit einer Maske nuscheln, also schlecht von den Kindern verstanden.

Da gibt es nach wie vor Kuschelkontakt.

Heike Fischer, Leiterin der Kita Kunterbunt

Sandra Stein von der Kita Rasselbande bestätigt dies, der Betrieb im Kindergarten laufe fast normal, wenn man von den Kontaktreduzierungen absieht. So gesehen werden in den Kiersper Kitas die Kinder normal betreut – und doch wieder nicht, denn die Angst ist immer mit dabei. Es habe zwar seit dem vergangenen Jahr in der Kita Kunterbunt keinen Covid-19-Fall gegeben, dennoch wisse man ja nie. Ähnlich sieht es in der Kita Rasselbande aus, wo ein Corona-Fall noch länger zurückliegt.

Was sicherlich mit daran liegt, dass es Eltern gibt, die ihre Kinder bei einer Erkältung zuhause lassen und auch die Tests nutzen, von denen sie drei Stück erhalten – und auch Rückmeldungen geben, während andere dieser Empfehlung nicht folgen und ihre Kinder nicht testen. Spätestens beim Auftreten eines Corona-Falls müssten diese Tests zuhause durchgeführt und dies in der Kita schriftlich bestätigt werden.

Verschiedene Marken und Typen von Tests

„Eigentlich sollten Anfang Januar neue Lolli-Tests kommen, die auch auf die Omikron-Variante reagieren“, wartet man in der Kita am Büscherweg noch auf diese Schnelltests, von denen häufig wechselnde Typen und Marken kämen, auch solche für Rachen- und Nasenraum. Nicht gut findet die Kita-Leiterin, dass keine Tests mehr für die Erzieherinnen kämen – die stelle glücklicherweise der Arbeitgeber. „Bei uns sind fast alle geboostert“, erklärt Sandra Stein, dass ihre Kolleginnen und Kollegen aber Test mitnehmen dürfen, denn einige Eltern würde dieses Angebot nicht wahrnehmen, obwohl sie sich den Test (Mund oder Nase) aussuchen können.

Gestrichen wurde von und durch Corona in der Kita Kunterbunt auch die gemeinsame Zubereitung des Frühstücks. Dies wird von einer Alltagshilfe erledigt, die ebenso wie Hygienemaßnahmen vom Land gefördert wird. Die Hygienemaßnahmen wie das tägliche Wäschewaschen sind für die Erzieherinnen in den Kitas von Kierspe eine zusätzliche Belastung, ebenso das in Empfangnehmen und wieder zur Tür bringen der Mädchen und Jungen zur Kontaktvermeidung.

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