Stadt stellt die Weichen für Investitionen

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Harald Brock bringt sein Haus an der Kölner Straße 93 derzeit gut in Schuss und investiert. Er verspricht sich davon eine deutlich bessere Vermietbarkeit. Wer ziehe schon in eine heruntergekommene Immobilie, fragt er und schaut sich um.

KIERSPE ▪ Häuser, Wohnungen und Ladenlokale lassen sich viel besser vermieten, wenn diese sich optisch und bautechnisch in einem guten Zustand befinden. Das hatte sich auch Harald Brock gesagt, als er vor kurzem begann, sein Gebäude an der Kölner Straße 93 umfangreich zu renovieren, mit neuem Dach, Putz und Anstrich von außen, Fenstern sowie einer umfassenden Innensanierung.

Dabei hat er das Erdgeschoss umgebaut, wobei auch das Ladenlokal verschwunden ist. Als spätere Nutzung kann er sich genauso Wohnungen wie Praxen und Büros vorstellen. „Ich plane, dass im Februar die Arbeiten beendet sind und alles fertig zur Vermietung ist“, kündigt er an.

Die Immobilie nimmt nun eine Vorbildfunktion für das von der Stadt geplante neue Fassadenprogramm ein, das Brock zwar noch nicht nutzen konnte, aber dafür energetische Förderprogramme. Brock: „Für mich war es jetzt die günstigste Zeit, um zu investieren.“

Beim geplanten Quartiersmanagement im Rahmen des Strukturförderprogramms Regionale 2013 sind ein Leerstandsmanagement und zudem eben das Fassadenprogramm geplant. Den Awohnern wurde das Konzept am Dienstagabend im Rathaus vorgestellt und stieß bei der Veranstaltung auf sehr großes Interesse. Bürgermeister Frank Emde hatte in der letzten Ratssitzung angemerkt, dass sich statistisch gesehen jede Förderung in dem Bereich durch private Investitionen versiebenfache. Weil für für die beiden Maßnahmen mehr als 500 000 Euro veranschlagt sind, fließt daher in den nächsten Jahren ein Gesamtvolumen von über 3,5 Millionen Euro an die Kölner Straße. ▪ Rolf Haase

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