Hier geht's zur Offenen Gartenpforte in Kierspe

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Am Teich wartet an romantischer Stelle eine Bank auf die Gartenbesitzer und -besucher.

Kierspe - Der Besucher weiß gar nicht so recht, wo er zuerst hinschauen soll. Aber es sind im Moment wohl vor allem die großen Rhododendren, die das Auge anziehen, aber auch Tulpen, die noch blühen und die vielen romantischen Plätze. Im Garten der Familie Gebhardt gibt es viel zu entdecken.

Wenn Susanne und Martin Gebhardt am kommenden Sonntag, 12. Mai, ihren Garten, Höherstraße 12, im Rahmen der Aktion „Offene Gartenpforte“ von 11 bis 18 Uhr öffnen, dann werden wieder Gartenfreunde aus der gesamten Region kommen, um sich anzuschauen, wie der rund 1400 Quadratmeter große „Park“ aussieht. Viele werden zum wiederholten Mal kommen – und sich über die eine oder andere Veränderung wundern.

Es ist wohl das siebte oder achte Jahr, in dem die Kiersper ihre Pforte öffnen und die Besucher in ihrem Gartenparadies teilhaben lassen. „Schade ist nur, dass durch die kalten Tage so vieles kaputtgegangen ist“, ärgert sich Susanne Gebhardt über den Wetterumschwung, der allerdings dafür sorgt, dass die Tulpen wohl noch blühen, wenn die Besucher kommen.

Ansonsten werden die beiden Gartenbesitzer wohl noch einiges tun, damit die Pflanzen, denen der Kälteeinbruch geschadet hat, nicht mehr stören. Darüber hinaus haben die beiden viele neue Pflanzen gekauft, die die Blicke auf sich ziehen sollen.

Martin Gebhardt inmitten seinen 1400 Quadratmeter großen Gartens.


Ursprünglich war dort, wo nun der Garten ist, ein großer Obsthof, den die Großeltern von Susanne Gebhardt angelegt hatten. Gleich neben dem großelterlichen Haus haben Gebhardts 1979 gebaut und angefangen, ihren Garten anzulegen, als sie dann 2003 das Haus der Großeltern verkauften, haben sie ihren Garten um ein großes Stück erweitert und neu gestaltet.

Ein Rundweg führt von der Straße durchs Carport in die Gartenlandschaft. Gleich am Anfang erwartet die Besucher ein neues Beet mit Bodendeckern. Gerade erst angelegt, zeigt es doch schon deutlich, wie es dort in wenigen Jahren aussehen wird.

Überall, links und rechts des Weges, wachsen große Rhododendren, die zum Teil in Blüte stehen, zum Teil aber auch noch kurz davor sind. Überall finden sich kleine Beete mit den unterschiedlichsten Pflanzen, darunter auch Rosenbeete, die aber wohl erst im Sommer, bei dem zweiten Besichtigungstermin, in Blüte stehen.

Gerade erst neu angelegt: Ein Beet mit Bodendeckern – und eine neue Laube.

Dafür findet sich überall passende Gartendekorationen, die Lust auf den Sommer und ein warmes Frühjahr machen. Genießen kann man die Pracht auch von den vielen Sitzplätzen, die in ihrer Vielfalt einen Aufenthalt bei jedem Wetter ermöglichen. In kleinen Gartenhäusern, Lauben und auch auf der freien Fläche stehen Stühle und Bänke – und geben den Blick auf die Schönheiten der Anlage preis. Hinter einem kleinen Teich steht eine Holzbank, die für Gebhardts eine ganz besondere Bedeutung hat. „Auf der Bank am Teich lassen wir jeden Tag ausklingen“, erzählt Martin Gebhardt. Ursprünglich sei die Pflege der Anlage ganz die Aufgabe seiner Frau gewesen, als er dann vor neun Jahren in den Ruhestand gegangen war, sei er aber eingestiegen. Seine erste Tat, nachdem er nicht mehr beruflich tätig war, war der Bau eines großen Insektenhotels. Mittlerweile kann er sich das Leben ohne die Arbeit hinter dem eigenen Haus gar nicht mehr vorstellen.

Gerade erst ist er aus einem Steinbruch nahe Gummersbach wiedergekommen, die ansehnlichen Steine, die er mitgebracht hat, werden ihren Platz im Bereich des neuen Beetes finden.

Neben den Pflanzen bereiten den beiden auch die vielen Tiere, die sie mit ihrem Garten anlocken, viel Freude. Vor allem Vögel genießen die Oase in der Stadt, kein Wunder, werden sie doch auch ganzjährig gefüttert. Aber auch Igel halten sich gerne an der Höherstraße auf und natürlich viele Insekten. Susanne Gebhardt: „In letzter Zeit sind aber kaum noch Eichhörnchen zu sehen.“ Eigentlich erstaunlich, findet sich doch ein großer roter Haselnuss im Garten. Der riesige Strauch gehört zu den älteren Gewächsen, neben zwei großen Birken. Einen weiteren Baum hat Gebhardt im vergangenen Jahr gefällt, um einem Sturmschaden vorzubeugen. Einen Teil der Äste hat er als Totholz im Garten gelassen – der Tiere zuliebe.

Von echten Exoten im eigenen Garten halten die beiden wenig, wobei sich manches angesiedelt hat, was eigentlich gar nicht in die Region gehört, so zum Beispiel der Hopfen in einer der Hecken. „Den werden wir wohl nicht mehr los“, sagt Martin Gebhardt.

Auf einen Nutzgarten haben die Kiersper verzichtet – allerdings nicht ganz, im hinteren Teil findet sich ein kleiner Kräutergarten. „Doch so richtig ist das nicht unseres“, räumt Susanne Gebhardt ein.

Offene Gartenpforte

Bereits seit etlichen Jahren findet die Aktion Offene Gartenpforte statt. Susanne und Martin Gebhardt haben sich dabei den Organisatoren aus Ennepetal angeschlossen, die Gärten in Schwelm, Wuppertal, Hattingen, Gevelsberg, Ennepetal, Halver und Kierspe öffnen. Der Garten von Gebhardts ist am Sonntag, 12. Mai, und am Sonntag, 14. Juli, jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um eine Spende von 1 Euro pro Besucher gebeten. Das Geld wird gespendet. Weitere Informationen im Netz unter www.gartenpforte-en.de.

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