Von Langeweile keine Spur: Familie Baukloh ist auch in Zeiten der Corona-Krise aktiv

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Im Garten entsteht in diesen Tagen ein Baumhaus. Hendrik Baukloh arbeitet gemeinsam mit seinen Kindern Lisa und Phillip an dem Neubau.

Kierspe – Wenn der Sänger und Comedian Willy Astor über das Leben mit Teenagern nachdachte, kam am Ende das Lied „Pubertier is in the House“ dabei heraus.

Und auch Monika und Hendrik Baukloh können ein Lied davon singen, wie es ist, mit zwei Kindern in der Pubertät die Zeit zu verbringen – vor allem während der Corona-Krise, wo die Familien ungewöhnlich lange beieinander sind. Doch von Langeweile ist auf dem Höferhof, wo die Familie wohnt, nichts zu spüren. 

„Wir kennen die Situation, weil wir auch in den Ferien als Familie sehr aktiv sind“, erzählt Monika Baukloh von ihrem Alltag. Üblicherweise verbringen Phillip (14) und Lisa (12) den Ganztag in der Gesamtschule, Hendrik Baukloh arbeitet bei einem Kiersper Unternehmen und Monika Baukloh beim Märkischen Kreis. 

Doch in diesen Tagen ist alles anders. Da sitzt der Familienvater im Homeoffice und die Kinder bleiben zuhause, nur Monika Baukloh verlässt jeden Morgen die Volmestadt, um ihrer Tätigkeit als Jugendgerichtshilfe in Lüdenscheid nachzugehen. 

„Wir haben den Tag klar strukturiert, das hilft sehr“, erzählt die Kiersperin, die verhindern möchte, dass die Familie einfach in den Tag hinein lebt. Los gehe es morgens mit einer Stunde Schularbeiten, danach eine Stunde Freizeit – im Anschluss wiederholt sich das Ganze. „Im Schnitt kommen die beiden auf rund drei Zeitstunden für die Schule am Tag, wobei die Aufgabenfülle sehr unterschiedlich verteilt ist“ sagt Monika Baukloh.

Langeweile soll aber auch in der Freizeit nicht aufkommen, deshalb gibt es unter anderem ein Familienprojekt. Im Garten entsteht derzeit ein Baumhaus. Überhaupt sei der Garten, so erzählt Baukloh, zum Mittelpunkt des Freizeitlebens geworden. „Der ist ja auch zum Glück recht groß.“ 

Auf dem Gelände am Haus ist ein Parcours für Zirkeltraining aufgebaut, dort entsteht das Baumhaus und auf der Terrasse lässt sich hervorragend Seilspringen. Doch auch jenseits des eigenen Grunds wird Abwechslung gesucht – und auch gefunden. Beispielsweise an der Lister, wo in Kalberschnacke ein Rundweg – „KuLTour“ – beginnt, der viel Abwechslung bietet (siehe Kasten). 

Baukloh: „Wir haben einfach Glück, dass die Kinder viel Spaß an Neuem haben, gerne Draußen sind und die Handys dafür auch liegen lassen.“ Doch nicht nur für die Kinder hat sich einiges geändert, sondern auch für die Eltern. Beide sind ehrenamtlich sehr engagiert. Hendrik Baukloh unter anderem bei der Feuerwehr und seine Frau in der Kommunalpolitik und in diversen Vereinen. 

„So ungewöhnlich die Zeit auch ist, es ist auch schön, viel Zeit mit der Familie zu verbringen und nicht immer den Blick auf der Uhr zu haben, weil gleich noch eine Sitzung beginnt“, erzählt die Stellvertretende Bürgermeisterin. 

Normalerweise würde jetzt der Kommunalwahlkampf beginnen, doch davon ist in Zeiten der Krise wenig zu spüren. Da bleibt noch viel Zeit für gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen im eigenen Garten. Das Baumhaus muss ja auch noch fertig werden und Lisa möchte die Zeit ohne Schule und Handballverein nutzen, um das Spielen des Keyboards zu erlernen. Dafür sind aber die Medien unerlässlich, denn das Lernprogramm ist eine App auf dem Tablet.

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