Ausschuss für Umwelt und Bauen beschließt den Bau einer Radabstellanlage

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In Zukunft können Fahrräder am Bahnhof in Kierspe sicher untergestellt werden.

Kierspe – 3000, 4000 oder gar 5000 Euro – beim Preis für Elektrofahrräder scheint es nach oben keine Grenze zu geben. Kein Wunder, dass die Besitzer solcher Gefährte sich eine sichere Unterstellmöglichkeit wünschen, wenn sie ihre Räder nicht im Blick behalten. Die soll es bald am Bahnhof in Kierspe geben.

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen stimmten mit neun Ja- und drei Neinstimmen (drei Enthaltungen) für die Errichtung des rund 96 000 Euro teuren Gebäudes am Ostende des Parkplatzes (Park & Ride). Dafür gibt es dann ein Gebäude, das mit Sicherheitsglas und Lochblech dafür sorgt, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die bis zu 50 Räder haben, die im Inneren an massiven Stahlbügeln angeschlossen werden können. Zusätzlich gibt es noch Schließfächer, in denen sich eine Steckdose befindet, an der auch Fahrradakkus geladen werden können. Der Boden wird gepflastert.

Die Anlage selbst wird mit einer Hecke in Richtung der Gleise abgegrenzt. Zugang zu dem Gebäude erhalten die Nutzer entweder mit einem Chip, der bei der Stadtverwaltung gegen ein Pfand ausgeliehen werden kann, oder über eine Smartphone-App. Für die Unterstellung werden Mietkosten erhoben, die aber mit rund 5 Euro im Monat moderat ausfallen.

Die Anlage wird mit der Glasfront und den Lochblechseitenwänden bewusst transparent gehalten, damit eine Nutzung keine Angstgefühle aufkommen lässt. Da der größte Teil der Anlage mit 90 Prozent der Kosten gefördert wird, diese Förderung aber bei einem Höchstsatz gedeckelt ist, kommt auf die Stadt ein Eigenanteil von rund 26 000 Euro zu.

Bei dem geplanten Bike-Park am Bleichenplatz nahe des Stadions gab es noch Informationsbedarf bei den Ausschussmitgliedern. So gab Hermann Reyher von den Grünen die Sorge des Heimatvereins um die Bäume weiter, die im nahen Heiratswäldchen gepflanzt wurden. Diese Sorge wurde aber von der Stadtverwaltung als unbegründet zurückgewiesen. Auch Beschädigungen des Geländes beim Bau seien nicht zu befürchten, da der Parcours durch Erdanhäufungen aufgebracht werde. Ursprünglich war der Bleichenplatz für eine Erweiterung des Heiratswäldchen vorgesehen. Das ist er jetzt immer noch, allerdings wird rund ein Drittel der 3650 Quadratmeter großen Fläche nun für den Bike-Park verwendet. Die Stadtverwaltung hatte den Standort aufgrund seiner Nähe zur Schule und den Sportanlagen gewählt. Die genaue Gestaltung des Parks soll mit Kindern und Jugendlichen, die bereits in der Fahrrad-AG der Gesamtschule organisiert sind, ausgearbeitet werden. Die Stadt hat Kosten von rund 73 000 Euro errechnet. Da es sich um ein Leader-Projekt handelt, werden 65 Prozent der Kosten gefördert, sodass die Stadt einen Eigenanteil von etwa 25 500 Euro zu tragen hat.

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