Arbeitskreis sorgt für Mobilität der Flüchtlinge

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Über je ein vom Arbeitskreis Flüchtlinge und den Mitarbeitern der neu gegründeten Fahrradwerkstatt am Kamperbach geschenktes Fahrrad zur erheblichen Verbesserung ihrer Mobilität freuen sich Samuel und Alex aus Ghana sowie Alexander aus Nigeria.

Kierspe - Der Arbeitskreis Flüchtlinge in Kierspe meint es ernst mit dem Gebot der christlichen Nächstenliebe. Darum setzen die Helfer in diesen Tagen oft zu vernehmenden Lippenbekenntnissen in Sachen Hilfe für die große Zahl der Flüchtlinge sichtbare Taten entgegen.

Von Rainer Crummenerl

Wie mehrfach berichtet, kümmert sich der Arbeitskreis Flüchtlinge um viele ganz alltägliche Dinge, die dazu angetan sind, das Leben der Flüchtlinge zumindest ein Stück weit zu erleichtern. So hat es sich beispielsweise eine Gruppe dieses Arbeitskreises, der sich „die Kümmerlinge“ nennt, zur Aufgabe gesetzt, den bedürftigen Personen ganz gezielt und zum Teil auch mit Übernahme persönlicher Patenschaften zur Seite zu stehen, wenn es um alltägliche Dinge geht.

Genannt werden der Gang zur Behörde, kleine Einkäufe, das Einrichten der Unterkunft oder auch die Teilnahme am Deutschunterricht. „Im Grunde kümmern wir uns um alles, was anfällt“, wissen Marita und Peter Fuchs, Anne und Horst Mesenhöller und Henning Christmann, die „Kümmerlinge“, zu ergänzen.

Derzeit wird – wie bereits berichtet – im Untergeschoss eines Gebäudes am Kamperbach (etwa gegenüber der früheren Firma Kuhbier Chemie) unter Leitung von Siegmund Phillip eine Werkstatt eingerichtet, in der gebrauchte Fahrräder angenommen und so aufgearbeitet werden, dass sie kostenlos an die Flüchtlinge abgegeben werden können (jeweils donnerstags von 17 bis 19 Uhr).

Parallel dazu sind im Obergeschoss des gleichen Gebäudes Karin Schmid-Essing, Ludmilla und Stephan Pieta sowie weitere fleißige Helfer damit beschäftigt, Pakete zu packen mit Bettwäsche, Handtüchern, Küchentüchern und Waschlappen.

Das gehört zum Standard für die Erstausrüstung, die jedem in Kierspe Unterkunft suchenden Flüchtling seitens des Arbeitskreises zur Verfügung gestellt wird. Mittlerweile warten bereits 100 solcher Pakete auf ihren Verwendungszweck. Dazu kommen jede Menge an praktischen Dingen für den Haushalt, Gläser, Töpfe, Pfannen, Geschirr aller Art. „Auch das ist von hilfsbereiten Bürgern gespendet worden“, freut sich Karin Schmid-Essing. Und weiter: „Was wir brauchen, sind helfende Hände.“ Weitere Infos gibt es unter Tel. 0 23 59 / 37 16.

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