Borkenkäfer zerstören Fichten: 3000 Festmeter Käferholz für China

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Es sieht gespenstig aus rechts und links der Kreisstraße 25 zwischen Handweiser und Berken, wo in den vergangenen Tagen vier Hektar Fichtenwald gerodet wurden.

Kierspe - „Auch wenn die Fichten oben noch grün sind, die Borkenkäfer sind im Stamm, die Rinde ist schon abgefallen“, weiß Förster Uwe Treff, dass die Bäume gefällt werden müssen.

Und da die Herbst- und Winterstürme unwägbar seien, wird versucht, einen großen Teil des sogenannten Käferholzes zu fällen. Das ist entlang der Landesstraße 528 zwischen Handweiser (Einmündung der Kreisstraße 25) und Mühlenschmidthausen bereits geschehen. „So weit wir dran kamen“, schränkt der Forstbeamte ein, dass noch nicht alle vom Borkenkäfer befallenen Fichten gefällt werden konnten.

Gleichwohl kamen schon rund 1000 Festmeter zusammen, die transportfertig neben der L 528 lagern. Jetzt holen die Harvester die kranken Bäume aus den Wäldern rechts und links der K 25 zwischen Handweiser und Berken. Das Holz wird transportfertig nahe der Straße oder teilweise auch auf dem Wanderparkplatz zwischen L 528 und K 25 gelagert. Insgesamt vier Hektar Wald verschwinden in diesen Tagen, betroffen sind die Flächen von vier Waldbesitzern – mit zwei weiteren soll die notwendige Rodung noch abgestimmt werden, erklärt Uwe Treff. „Wir wollen alles in einem Rutsch machen!“

Käferholz: Entlang der Kreisstraße 25 zwischen Handweiser und Berken sind vier Hektar Fichtenwald gerodet worden.

Er geht davon aus, dass aus dem Bereich der K 25 rund 3000 Festmeter Käferholz heraus geholt werden. „Wir können nicht alles verwerten“, macht der Förster klar, dass ein kleiner Teil liegen bleiben muss. Der größte Teil der 3000 Festmeter geht nach China, ein kleiner Teil bleibt in Deutschland – das alles aber zu Preisen, die tief im Keller sind. Im Übrigen wird das Holz in China für alles Mögliche verwendet, vom Brennholz über Hafenbohlen und Kisten bis hin zu qualifiziertem Bauholz. Nur Stämme mit Rissen würden die Chinesen nicht nehmen – „die lassen wir gleich hier.“ Ein Ende ist für Förster Treff und die Waldarbeiter mit ihren Harvestern aber noch nicht in Sicht: Nach der K 25 geht es in Herlinghausen und dann in Haus Rhade weiter. Letztlich schätzt Uwe Treff, bis März des kommenden Jahres das Käferholz verarbeitet und verkauft zu haben – und hofft, dass es nicht auch noch zu Windbruch kommt. Ein Hindernis ist das chinesische Neujahrsfest: Da passiere vier Wochen lang gar nichts, werde nichts entladen, habe man dem Förster erzählt. „Aber wir bereiten schon einmal alles für den Transport vor!“

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