490 Euro für die älteste Brück-Rechnung

Der Bläserkreis des Hegerings, zu dem auch Chef Klaus Brück gehört, spielte am Nachmittag auf. ▪

KIERSPE ▪ „Wenn ich so in die Runde gucke, scheinen alle unserer Einladung gefolgt zu sein. Das freut mich, denn ich denke, dass das ein wirklich gutes Verhältnis zu unseren Kunden widerspiegelt und macht mich stolz“, erklärte Jürgen Brück am Samstagabend in seiner kurzen Ansprache.

„Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht lange Reden mache“, waren die Worte, nach denen er umgehend das Buffet eröffnete und alle Anwesenden auf eine wunderschöne, zünftige Feier einschwor.

Bereits ab 11 Uhr tummelten sich auf dem Hof in Kiersperhagen zahlreiche Freunde, Verwandte und Bekannte, vor allem aber auch Kunden des Geschäftsbetriebs. Denn Fußboden Brück feierte am Samstag das goldene Jubiläum – und das wollte der Kiersper Betrieb groß feiern. Da es für Kinder allerlei zu entdecken gab, hatten die Eltern in aller Ruhe Zeit, sich die erst im vergangenen Jahr rundum erneuerten Ladenräume anzuschauen, in der Lagerhalle anhand einer Beamer-Präsentation in die Geschichte des Unternehmens einzutauchen oder sich einfach am Bierrondell mit alten Bekannten und Freunden zu unterhalten. Gegen den Hunger hatten die vier Chefs Renate und Klaus Brück sowie deren Sohn Jürgen mit Ehefrau Tina eine Grillstation und ein großes Kuchenbüfett eingerichtet. Als kleiner kulinarischer Höhepunkt war außerdem das Eiscafé Firenze mit einem Stand vor Ort, wo sich alle Besucher nach Lust und Laune bedienen und erfrischen konnte.

Der Nachwuchs tummelte sich derweil wohl behütet entweder auf der Hüpfburg, beim Gesichter-Bemalen oder am Basteltisch. Darüber hinaus hatte Parkettlegermeister Sebastian Wulf eine Station aufgebaut, an der die Kleinen eine Collage mit verschiedensten Bodenbelägen anfertigen konnten.

Am frühen Nachmittag ergriff dann Brück-Mitarbeiter Reinhard Pittelkow das Mikrofon. Im Vorfeld waren von zahlreichen Anwesenden alte Rechnungen abgegeben worden, denn der Besitzer der ältesten von ihnen sollte reichlich belohnt werden. Zehn Euro pro zurückliegendem Jahr waren versprochen, für 50 Jahre Betriebsbestehen also maximal 500 Euro. Pittelkow machte es zwar spannend, rückte schlussendlich aber doch mit dem Namen des Gewinners heraus: Gerhard Skubach hatte eine Rechnung aus dem Jahr 1962 vorlegen können, diese war jetzt ganze 490 Euro wert.

Auch eine Tombola hatte die Firma organisiert, an der jeder Besucher teilnehmen konnte. Hier hatte Karin Meier am meisten Glück, denn sie – oder ihr Gatte – freute sich über den Gewinn einen Hilti Bohrhammer TE2 und entschied sich damit gegen die Wahl eines Gutscheins über einen Aufenthalt in der Mediterrana Erlebniswelt in Bergisch-Gladbach.

Diese Unterbrechung nutzten auch gleich die Angestellten des Betriebs und dankten ihren vier Chefs für ihre Art der Firmenführung. Auf ein derart gutes Betriebsklima könnten andere nur neidisch sein, stellten die elf Mitarbeiter einhellig fest.

Nach einer kurzen Umbauphase, in der die Bühne sowie das richtige Licht für die Live-Band vorbereitet wurden, kamen auch schon die nächsten Gäste. Ab 19 Uhr hatte Fußboden Brück besonders treue Kunden und Geschäftspartner eingeladen. Und auch jetzt füllte sich der Hof wieder schnell, was Jürgen Brück als sehr positives Feedback aus dem Umfeld der Firma wertete. Nachdem sich alle an dem abwechslungsreichen Büfett, unter anderem mit Maiskolben vom Grill und frischen Champignons, gestärkt hatten, wurde noch zu den Klängen der Band „Black and White“ aus Much bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert.

Auch der Kicker, der nachmittags noch den Kindern vorbehalten war, sowie der Nagelbalken wurden gern genutzt. Die besondere Krux beim Balken: Der Hammer war innen hohl, so dass die Trefferwahrscheinlichkeit stark minimiert war. Derjenige, der aus der Runde jeweils verlor, musste 50 Cent bezahlen. Und da kam ganz schön was zusammen. Und für diese Aktion haben sich Brücks etwas Besonderes überlegt: Sowohl die Einnahmen durch den Nagelbalken als auch die Geschenke finanzieller Art werden komplett an die Deutsche Kinderkrebshilfe gespendet.

Isabelle Escher

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