Neue Steuersätze für gefährliche Hunde

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Steht auf der Liste der als gefährlich eingestuften Hunde: der Bullterrier.

Kierspe - Eine Neufassung der Hundesteuersatzung der Stadt Kierspe steht auf der Tagesordnung des Hauptausschusses, der am Dienstag, 20. November, ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Dabei geht es um einige redaktionelle Änderungen und die Anpassung des Paragrafen 2 (Steuermaßstab und Steuersatz) dieser Satzung, auf welche die Verbände die Kommunen besonders hingewiesen haben.

Der Paragraf wurde um Steuersätze, Definitionen, Auflagen und Ausnahmen beziehungsweise Nachweise für gefährliche Hunde ergänzt und erweitert. Hunde werden danach als gefährlich eingestuft, wenn bei ihnen aufgrund ihrer besonderen Veranlagung, Erziehung und/oder Charaktereigenschaften die erhöhte Gefahr einer Verletzung von Personen besteht oder eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehen kann.

Die Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pittbull Terrier, Stafforshire Bullterrier, Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Rottweiler, Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden sind als gefährliche Hunde eingestuft.

Erster gefährlicher Hund kostet 504 Euro

Für diese ist das Siebenfache der normalen Hundesteuer – in Anlehnung an die Regelungen in den Nachbarkommunen – zu zahlen, also 504 Euro für den ersten wie auch für jeden weiteren. Bei den anderen Hunden ist dies gestaffelt: Für den ersten Hund in einem Haushalt ist eine Steuer von 72 Euro zu zahlen, bei zwei sind es 84 Euro pro Tier und bei drei und mehr werden 96 Euro pro Hund fällig.

Ebenfalls in die Hundesteuersatzung aufgenommen wurde, dass für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden, auf Antrag die normale Hundesteuer festgesetzt werden, wenn der Nachweis erbracht wird, dass eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht zu befürchten ist. Darüber hinaus ist für die gefährlichen Hunde „der Nachweis einer erfolgreichen Verhaltensprüfung durch eine Bescheinigung einer für den Vollzug des Tierschutzgesetzes zuständigen Behörde zu erbringen“.

Dieser Nachweis kann bei einigen Rassen auch durch einen anerkannten Sachverständigen erbracht werden. Vonseiten der Verwaltung wird darauf hingewiesen, dass in Kierspe nur wenige „gefährliche Hunde“ gehalten werden – deren Halter werden von der Verwaltung angeschrieben.

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