Gegen den digitalen Stress

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Beim Fotografieren zeigten sich die Gesamtschüler durchaus sehr kreativ.

Kierspe - Das Smartphone und Whatsapp, Youtube und auch Instagram gehören bei Jugendlichen und immer mehr Kinder zum Alltag – und verursachen digitalen Stress.

Wie man damit umgeht und was man dagegen tun kann, versuchten die Mitarbeiter von BG 3000, ein Unternehmen, das digitale Projekte umsetzt, zum ersten Mal in der Gesamtschule Kierspe (GSK) den Mädchen und Jungen insbesondere des sechsten Jahrgangs – aber auch Fünft- und Siebtklässler waren dabei – im Rahmen eines Digi-Camps zu erklären und näher zu bringen.

Drei Tage waren Projektleiter Matthias Jonas und die Mitarbeiter von BG 3000 in der GSK, um das Digi-Camp – was aufgrund der Unterstützung der Barmer und des TÜV Rheinlands angeboten werden konnte – im Rahmen der aktuell laufenden Projektwoche durchzuführen. „Wie kann man Herr über den digitalen Stress werden“, Antworten auf diese Frage gab es aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und Formen.

Zum ersten Mal fand in der Gesamtschule ein Digi-Camp statt.

So begann der erste Tag des Digi-Camps mit Vorträgen, in denen der gegenseitige Respekt, die Sicherheit im Internet, aber auch ebenso um Ernährung und Bewegung ging. Natürlich stand ebenfalls das Thema „Mobbing“ auf der Tagesordnung, wie man damit umgeht und wie man sich dagegen wehrt. Dadurch werde auch präventiv gearbeitet, erklärte Susanne Schmidt, Regionalgeschäftsführerin der Barmer. Gleichzeitig werde der verantwortliche Umgang mit digitalen Medien aufgezeigt und von den Schülern geübt.

Denn am zweiten Tag gab es verschiedene Workshops, in denen der Umgang mit der Smart-Fotografie, mit Instagram und ebenfalls mit Youtube im Mittelpunkt standen. Und dies nicht nur in Theorie, sondern auch in der Praxis: Das bedeutete, dass die Gesamtschüler mit ihren Handys in der Schule und auch außerhalb unterwegs waren, um Fotos zu schießen. Dabei zeigten die Mädchen und Jungen durchaus sehr viel Kreativität.

Gleiches galt für die Schüler, die mit Videokameras – von BG 3000 mitgebracht und zur Verfügung gestellt – in Klassenräumen und anderen Orten kleine Filme drehten, die man dann durchaus auf Youtube hochladen kann. Auch dabei zeigten die Mädchen und Jungen großen Einfallsreichtum. Dritter Schwerpunkt war der verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Netzwerken wie Instagram.

Beim Digi-Camp wurden von den Schülern auch Videos gedreht

Sehr zur Freude von Jan Przybylla, Medienkoordinator der GSK, und Anna Reiche, Didaktische Leiterin, die am liebsten gleich das nächste Digi-Camp vereinbart hätten. Dies müsse dann nicht unbedingt in einer Projektwoche laufen, sondern könnte auch in den Unterricht eingebunden werden. Beide Gesamtschullehrer sprachen von einer perfekten Ergänzung zum Medienunterricht, in dem natürlich nicht alles bis ins kleinste Detail angesprochen werden könne.

Außerdem wirke es ganz anders, wenn ein Profi den Schülern dies alles erkläre. Matthias Jonas konnte allerdings keine Zusage geben, zumal solch ein Digi-Camp nur alle zwei Jahre möglich und an einer Schule durchführbar ist. Denn dem bundesweit agierenden Unternehmen BG 3000 würden sehr viele Anfragen vorliegen, erklärte der Projektleiter. Außerdem gebe es auch Digi-Camps für Lehrer, die ebenfalls sehr beliebt seien.

Digi-Camp

„Immer online – nie mehr allein?“ lautet der Titel des Präventionsprojekts Digi-Camp für Schüler wie auch für Lehrer, in dem sie sich in Workshops und Schulungen mit den Chancen und Risiken digitaler Medien auseinandersetzen. Wobei der Grundgedanke ist, die Medienkompetenz zu stärken.

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