SGV Rönsahl pflegt lieb gewordene Tradition

„Ich steh an Deiner Krippe hier.“ Mit einem passenden Weihnachtslied bedankten sich die SGVer aus Rönsahl in der St.-Josef-Kirche in Listerscheid. - Fotos: Crummenerl

RÖNSAHL - Wie das nunmehr bereits seit etlichen Jahren lieb gewordener Brauch ist, so führte die erste mehrstündige Wanderung der SGV-Abteilung Rönsahl auch im erst wenige Tage alten Jahr zu sehenswerten Weihnachtskrippen. Gern folgten die Wanderfreunde damit einer von Wanderfreund Heinz Schmitz ins Leben gerufenen Tradition.

Von Rainer Crummenerl

Damit begannen für die SGVer Jahr am ersten Sonntag abermals mit einer Wanderfahrt zu liebevoll gestalteten und damit besonders sehenswerten Weihnachtskrippen in der näheren und weiteren Umgebung.

Waren bei solcher Gelegenheit in den Vorjahren bereits des Öfteren kunstvoll gestaltete Krippenlandschaften auch in der rheinischen Nachbarschaft das Ziel, so führte die Route der Wanderfreunde diesmal ins Westfälische, genauer gesagt, schwerpunktmäßig in die alte Hansestadt Attendorn als einem der seit altersher bekannten Schwerpunkte kirchlichen wie kulturellen Lebens im ehedem „kurkölschen Sauerland“.

Wie viel Liebe zum Detail und welch hohes Maß an individueller Gestaltungsfreude in jeder der insgesamt vier besichtigten Weihnachtskrippen stecken, das erschloss sich den Wanderfreunden schon beim ersten Halt unterwegs und der Einkehr in der mehr als 150 Jahre alten Kapelle St. Maria-Magdalena in Grotewiese. Vornehmlich Materialien, so wie sie die heimische Natur bietet, wie Moos, Birkenholz und Baumwurzeln, Zweige von Ilex und Wacholderbüschen, kunstvoll drapiert, darin eingebettet ein plätscherndes Gebirgsbächlein, Hühner, Bär und Wildschwein, symbolisierten tierisches Leben und bilden den Rahmen für die Stroh gedeckte Krippe und das Geschehen in Bethlehem. Und wer ganz genau hinsah, der konnte sogar ein zartes Gänseblümchen entdecken, das neugierig durchs Moos lugte.

Auch die St.-Josef-Kirche in Listerscheid mit ihren kunstvoll geschnitzten Krippenfiguren aus hellem Holz war eine Einkehr wert, und das dortige Ambiente ermutigte die Wanderfreunde, spontan ein Weihnachtslied anzustimmen.

Als eigentlichen Höhepunkt der Fahrt empfanden die Wanderfreunde allerdings die Besichtigung der Krippenlandschaft in der weit im Land bekannten Waldenburger Wallfahrtskapelle in Attendorn. Dort sind auf einer Fläche von insgesamt 40 Quadratmeter und zumeist detailgetreu die markanten Bauten der Biggestadt und das Lokale so integriert, dass sie wie selbstverständlich ins weihnachtliche Geschehen im Heiligen Land zu passen scheinen. Gern reihten sich die Gäste aus Rönsahl in die Schar der allein über die Feiertage rund 3000 Besucher ein, die sich von Küster Paul Maiworm die Entstehungsgeschichte der Waldenburger Krippe erläutern ließen.

Gewissermaßen als eine Art Kontrast zur zuvor gesehenen manchmal verspielten Vielfalt empfanden die Wanderfreunde dann die klare Linienführung und zeitlose Eleganz der Weihnachtskrippe im „Sauerländer Dom“. Eingerahmt von den in kostbare Gewänder gehüllten drei Königen, den Hirten, Ochs und Esel und der Heiligen Familie, konzentriert sich die Darstellung auf das Wesentliche, nämlich das helle Licht, das von der Geburt Jesu in die dunkle Welt strahlt und somit auch den passenden Ausklang der abermals gelungenen Krippenwanderung bildete.

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