Erste Streusalzeinsätze schon in Nordhanglagen

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Der städtische Baufhof ist für den Winterdienst bestens gerüstet. Allerdings lassen Schnee und Eis derzeit noch auf sich warten. ▪

KIERSPE ▪ Am Multicar ist das Streugerät bereits geraume Zeit montiert und es gab sogar in dieser und der verangenen Woche zwei erste Einsätze. „In Nordhanglagen wie den Bereichen Drosselweg und Buschheide, wo nicht genug Sonne hinscheint, musste Salz gestreut werden“, berichtet Einsatzleiter Bernd Crone, der zusammen mit seiner Kollegin Birgit Eschrich und Bauhofleiter Wolfgang Schäffler den Winterdiensteinsatz in Kierspe koordiniert. Zwar sollen, so die Langzeitvorhersagen erst einmal für die nächsten zwei Wochen, Eis und Schnee derzeit noch auf sich warten lassen, trotzdem ist der städtische Bauhof schon jetzt bestens gerüstet für den Winterdienst.

Bereits im vergangenen Mai, als die Preise für Streugut im Keller waren, nutzte die Kommune die Möglichkeit, günstig einzukaufen. Seitdem türmen sich Salz und Splitt im Streumittellager bis unters Dach. Extra, um noch mehr Platz zu haben, kam der Soletank für das Aufbringen von Feuchtsalz FS 30 ins Freie. Auch die Streugeräte und Pflüge sind überholt und stehen bereit, um sie dann frühzeitig vor dem Wintereinbruch an den Fahrzeugen zu befestigen.

Seit einiger Zeit schon fahren im Auftrag der Stadt sechs Fremdunternehmer mit Pflügen und Streugerät. „Dabei zeigen diese sich sehr flexibel und sind immer einsatzbereit“, lobt Crone die Firmen. Darüber hinaus unterhält die Kommune aber auch eine eigene Flotte von Winterdienstfahrzeugen wie einen Unimog, Traktor und Multicar, jeweils mit Pflug und Streugerät, sowie noch drei Kleintraktoren für die Gehwege und ein Fahrzeug, mit dem der Fußtrupp unterwegs ist, um Bushaltestellen und Treppenanlagen freizuhalten. Gestreut wird abhängig von den Witterungsbedingungen und Straßenverhältnissen Salz, Feuchtsalz oder Splitt, macht Crone aufmerksam. Dabei würden selbstverständlich nur die Mengen aufgebracht, die unbedingt sein müssten. Wieviel das ist, sagt den Mitarbeitern die über viele Jahre gesammelte Erfahrung.

Überrascht werden kann das Team vom Wintereinbruch nicht, denn die Bauhofführung hält sich ständig über die Wetterentwicklung auf dem Laufenden. So wird die Stadt online mit aktuellen Daten versorgt. Anhand des Wetterradars lässt sich beispielsweise das Eintreffen einer Schlechtwetterfront mehr oder weniger minutengenau prognostieren. Auch der Kiersper Hobbymeteorologe Marc Thiessenhusen, der im Internet aktuelle lokale Informationen liefert, informiert den Bauhof. Über die aktuelle Lage gibt darüber hinaus die eigene Wetterstation Aufschluss, mit der Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windstärke wie

-richung ermittelt werden. Sehr viel hilft den Mitarbeitern, wie Bernd Crone anmerkt, aber auch die persönliche Einschätzung aufgrund der meist zahlreichen Dienstjahre.

Der Einsatzleiter bittet die Bürger schon einmal, wenn der Winter kommt, etwas Geduld zu zeigen, weil die Straßen in einer bestimmten Reihenfolge geräumt werden: Erst kommen die Schulbusstrecken und das Industriegebiet an die Reihe, danach die Wohnsammelstraßen und zum Schluss erst die reinen Anliegerstraßen. Dringend ebenfalls der Appell, die Straßen möglichst freizuhalten von parkenden Autos, so dass die Winterdienstfahrzeuge durchkommen.

Beim Schneeschippen, so Crone weiter, dürfe auch nicht einfach alles auf die Straße geworfen werden. Obwohl die Fahrer immer bemüht seien Grundstückszuwegungen nicht zuzuschieben, ließe sich das an beidseitig eng bebauten Straßen oft leider nicht immer vermeiden. Hier die Bitte des Stadtmitarbeiters um Verständnis. ▪ Rolf Haase

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