Sturm Sabine verschont Kierspe

+
Auf der Landesstraße 528 zwischen Kierspe und Halver (Höhe Ortsteil Neuenhaus) waren am Montagabend eine Reihe Bäume umgeknickt. Ein Lkw der Aldi-Niederlassung in Radevormwald war an der Sperrung gestrandet.

Kierspe - Die Sturmnacht ist vorbei und diese ist weitaus weniger dramatisch ausgefallen, als zuvor befürchtet wurde, lautet die erste Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe.

Gleichwohl war es nach den Angaben von Feuerwehrsprecher Christian Schwanke eine „unruhige Nacht“ für die Einsatzkräfte der Löschzüge Innenstadt und Vollme-Neuenhaus, denn es gab einiges zu tun. Die Wehrmänner und -frauen mussten zu den Straßen Im Hofe und Loh ausrücken, um umgestürzte Bäume von der Fahrbahn zu räumen.

Eine Reihe von Bäumen wurden auch bei den Ortschaften Vor der Brücke, Haus Rhade, Neuenhaus, Loher Hammer und Belkenscheid Opfer des Orkans Sabine. Und entlang der Landesstraße 528 zwischen Kierspe und Halver – die in der Nacht schon komplett gesperrt worden war – waren im Bereich Vor der Mark mehrere Bäume vom Sturm gefällt worden.

Mit einem Fällbagger ließ der Landesbetrieb Straßen.NRW die umgestürzten Bäume auf der Landesstraße 528 zwischen Kierspe und Halver beseitigen.

Dies hatte zur Folge, dass ein Lastwagenfahrer eine Zwangspause einlegen musste – er fand Unterschlupf im Gerätehaus Stadtmitte. Die Feuerwehrleute hatten ihn aus dem Gefahrenbereich und in das sichere und warme Gerätehaus gebracht, wo er letztlich von einem Bekannten abgeholt wurde. Sein Lastwagen musste allerdings stehen bleiben.

Die Landstraße 528 ist in Höhe des Abzweigs zur K25 gesperrt.

Nicht nur die L 528, sondern auch einige andere Straßen im Kiersper Stadtgebiet mussten für den Verkehr gesperrt werden, beispielsweise die Straße von der B 54 nach Belkenscheid oder von Haus Rhade nach Vornholt. Die Sperrungen dauerten bis zum Montag. Darüber hinaus, so berichtet der Feuerwehrsprecher, hätten „fliegende Dachziegel“ – dadurch wurde ein Fahrzeug beschädigt, außerdem war das Gerätehaus Neuenhaus davon betroffen – ebenso für Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr gesorgt wie Mülltonnen, die beziehungsweise dessen Inhalt der Sturm über die Straße wehte.

Am Anbau des Gerätehauses der Kiersper Löschgruppe Neuenhaus entstand ein Schaden. der konnte aber schnell behoben werden.

Die Einsatzkräfte der Kiersper Löschgruppe Neuenhaus fandenbei Tagesanbruch das Malheur vor: Der Wind hat dem Anbau des Gerätehauses einen "Dachschaden" verpasst. Glück im Unglück dabei: Niemand wurde verletzt, und da sich in der Region die Schäden ohnehin in Grenzen hielten, konnte auch schnell ein Dachdecker helfen. 

Verrichteten ihren Dienst im Meldekopf: Stellvertretender Wehrleiter Mike Budde (links) und Hendrik Baukloh.

„Gegen 1.30 Uhr wurde der Meldekopf im Gerätehaus Stadtmitte wieder zurückgefahren und die Leitstelle des Märkischen Kreises übernahm“, berichtet der Feuerwehrsprecher, dass das Schlimmste offensichtlich überstanden war. Denn die Bereitschaft wurde ebenfalls aufgehoben. Allerdings bestand beziehungsweise besteht am Montag und heute noch den ganzen Tag über die Gefahr von Sturmböen, Regen, Schneefall und Gewitter. Daher gilt die Warnung: „Seien Sie weiterhin vorsichtig, meiden Sie Wälder und achten Sie auf gesperrte Straßen!“ Auch, wenn Sturm Sabine noch nicht beendet ist, hinderte dies Bürgermeister Frank Emde nicht, der Feuerwehr einen besonderen Dank auszusprechen, dass sie ihr Wochenende für die die Einsätze geopfert haben.

Forstschäden

„Die Schäden fallen deutlich geringer aus, als befürchtet“, teilt der Kiersper Förster Uwe Treff mit. Insgesamt gehe er nach einer ersten Inaugenscheinnahme von rund 500 bis 1000 Festmetern Holz aus, die durch den Sturm umgeworfen worden seien. Treff: „Im Wald selbst gibt es keine Flächenwürfe aber viele Einzelbäume, die umgeworfen wurden oder abgebrochen sind.“ Anders sehe es an den Waldrändern aus, wo man die Bestände zur Bekämpfung des Borkenkäfers geöffnet habe. In solchen Bereichen habe er schon drei Stellen ausgemacht, wo Bäume in größerer Zahl umgeworfen wurden. Da noch viele Äste in den Baumkronen hängen würden, rät er zu großer Vorsicht bei Spaziergängen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare