"Der Sache geschuldet":

Gräben in Kierspe: Stolperfallen für kurze Zeit 

+
Die Rinnen, die durch die Verlegung des Glasfaserkabels entstanden sind, verlaufen natürlich direkt vor den Grundstücken und damit vor den Eingängen der Häuser. Sie stellen insbesondere für Senioren, Gehbehinderte, aber auch Radfahrer Stolperfallen dar.

So sehr sich sicherlich viele der knapp 3000 Kiersper Grundbesitzer freuen, in absehbarer Zeit über einen schnellen Internetanschluss via Glasfaser verfügen zu können, so gibt es doch eine Sache, die zweifellos insbesondere Senioren, Gehbehinderte, aber auch Radfahrer bemängeln werden: Bei der Verlegung der Glasfaserkabel, die derzeit vom Unternehmen Born im Auftrag der Deutschen Telekom in Kierspe durchgeführt wird, bleiben bis zu zehn Zentimeter tiefe Rinnen zurück.

Kierspe - Der Grund dafür, so lautet die Antwort von verantwortlicher Seite, ist die noch ausstehende Messung und damit Überprüfung der Glasfaserleitungen. Denn es ist nicht, wie sonst meist üblich, mit den Verlegungsarbeiten an der Ortsvermittlung (OV) begonnen, sondern in diesem Fall an der Bundesstraße 54, von der man sich auf die OV zuarbeitet.

Um jedoch messen zu können, ob die Leitungen einwandfrei sind, benötige man ein Signal auf der Leitung – das könne nur von der OV her eingespeist werden.

Teilweise bis zu zehn Zentimeter tief sind die Rinnen, die nach der Kabelverlegung zurückbleiben.

Das Tiefbauunternehmen hat noch nicht die etwa 40 Zentimeter breiten Rinnen mit der letzten Asphaltschicht wieder verschlossen, um gegebenenfalls vereinzelt die Kabelgräben wieder aufmachen zu können, falls ein Glasfaserkabel nicht in Ordnung sein sollte. Der Aufwand bei einer endgültigen Fertigstellung wäre, so heißt es von verantwortlicher Seite, unverhältnismäßig größer und würde Mehrkosten verursachen.

Splitt als Füllmaterial hat sich nicht bewährt

Damit müssen die Bürgerinnen und Bürger für einige Wochen mit den „Stolperfallen“ leben. Denn auch das Auffüllen der Rinnen mit Splitt, Sand oder Schotter habe sich, so heißt es, nicht bewährt, da Starkregen sie ausspülen würde. Gleichwohl sind einige Querrinnen mit einem Splittgemisch aufgefüllt worden – davon profitieren allerdings nur Auto- und vielleicht Radfahrer.

Arbeiten für Hausanschlüsse beginnen

Doch ab der kommenden Woche, so hat Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau, berichtet, sollen die Rinnen sukzessive verschwinden und die Fahrbahnen auch an diesem Stellen die letzte Asphaltschicht erhalten. Die Stadt steht ebenso wie die Telekom als Bauherr in ständigem Kontakt mit dem ausführenden Unternehmen.

Voraussetzung für die Fertigstellung ist, dass die Messung der Leitung durchgeführt und positiv verlaufen ist. Ebenso soll nun mit den Hausanschlüssen begonnen werden, die Glasfaserkabel werden also vom Gehweg oder der Straße auf die Grundstücke bis in die Häuser verlegt. Bis dann allerdings die Leitungen freigeschaltet werden, wird es noch einige Zeit dauern, denn es sind noch einige Kilometer Gräben auszuheben, um darin Glasfaserkabel zu verlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare