Waschanlage: Eröffnung verzögert sich

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Die Eröffnung der Waschanlage auf den Hammerwiesen verschiebt sich, da die Arbeiten aufgrund des Winterwetters stockten. Jetzt wird weiter gebaut, die Mitarbeiter der Firma Pfitzner setzen derzeit die Isowandprofile in die Stahlkonstruktion ein.

Kierspe - Winterwetter sorgt auch beim Bau der neuen Waschanlage auf den Hammerwiesen für eine Verzögerung. Der neue Eröffnungstermin ist jetzt für Ende April anvisiert. Anfang Dezember letzten Jahres war die Hoffnung, die neue Waschanlage im Gewerbegebiet Hammerwiesen im ersten Vierteljahr 2015 in Betrieb nehmen zu können, durchaus berechtigt. Die Stahlkonstruktion des Gebäudes stand bereits und auch die Trafostation war vor Ort „angeklemmt“.

Von Jochen Helmecke

Dann jedoch kam der Winter. Nur mit kleinen Unterbrechungspausen ruhte der Baubetrieb seitdem. Vor einigen Tagen nahmen die Arbeiter der Kiersper Stahlbaufirma Pfitzner die Arbeit allerdings wieder auf.

„Wir haben durch den Winter rund vier bis sechs Wochen an Bauzeit verloren. Nun hoffen wir darauf, dass kein weiterer Wintereinbruch mehr kommt. Dann könnte die Anlage bis Ende April laufen“, so Bernard Schölzel, Gesellschafter der SKV Bauplanungs-Gesellschaft aus Kierspe auf Nachfrage der MZ.

Vor etwa zehn Jahren hatte die Stadt Kierspe das Gewerbegebiet Hammerwiesen an der Bundesstraße 54 erschlossen. In der ersten Jahreshälfte 2014 kaufte die Firma Belmonte aus Halver die im Eigentum der Stadt befindliche Teilfläche mit einer Größe von 5200 Quadratmetern. Wie bereits in Halver seit etwa 15 Jahren, war es das Ziel der Brüder Thomas und Stefan Belmonte, ein 900 Quadratmeter großes Autowaschzentrum zu errichten. Die „fachliche“ Ausgestaltung ihrer Vorstellungen übernahm Bernard Schölzel gemeinsam mit Projektleiterin Sarah Wigger. Nicht nur die besonderen örtlichen Verhältnisse durch die Nähe zur Volme machten hierzu zahlreiche Abstimmungsgespräche und das Einholen umfangreicher Genehmigungen nötig.

 Mitte August 2014 gab es den ersten Spatenstich und im Anschluss daran begann das Meinerzhagener Tiefbauunternehmen Falz mit der Planierung des Areals und den Ausschachtungsarbeiten. Insgesamt sind seit dieser Zeit viele „bekannte Gesichter“ auf der Baustelle zu entdecken. Kein Wunder, denn besonders die Vergabe der Aufträge an heimische Unternehmen lag den Bauherren und den Planern am Herzen. Im etwa 1,7 Millionen teuren Projekt spielt aber auch der Einsatz von modernster Technik eine wichtige Rolle. Mit der neuesten Waschanlagentechnik mit umweltschonender Wasseraufbereitung benötigt man demnächst für einen Waschgang 450 Liter Wasser. Zwei Drittel hiervon wird jeweils wieder aufbereitet in den „Waschkreislauf“ eingeleitet. Die Warmwasseraufbereitung übernehmen Sonnenkollektoren.

Durch die 40 Meter lange Waschstraße können demnächst in der Stunde bis zu 90 Fahrzeuge hintereinander „durchgezogen“ werden. Vier SB-Waschplätze und zwölf SB-Saugerplätze sowie der Bürotrakt gehören ebenfalls zur Anlage. In den nächsten Wochen werden die Arbeiten an den Zufahrtsflächen, der technischen Installation und am Gebäude selbst weitestgehend parallel vorangehen.

Natürlich immer nur dann, wenn das Wetter mitspielt.

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