Erfolgreicher Naturschutz beim Hegering

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Der ehemalige Hegeringsleiter Gerd Kuhbier wurde von Matthias Heveling geehrt. ▪

KIERSPE ▪ Auf ein insgesamt positiv verlaufenes Jahr können die im Hegering Kierspe-Rönsahl vereinten heimischen Jäger und Wildheger, dies auch in ihrer Eigenschaft als ganzjährig aktive Naturschützer und in Sachen Biotop- und Landschaftsschutz unterwegs, zurückblicken. Das war unisono den auf der am Samstagabend im Hotel Unter den Linden stattgefundenen Jahreshauptversammlung gegebenen Tätigkeitsberichten von Vorstand und Abteilungen eindeutig zu entnehmen.

In Anwesenheit von Vertretern der Kreisjägerschaft, benachbarten Hegeringen sowie abermals zahlreichen Jagdfreunden aus den eigenen Reihen, sprach Vorsitzender Matthias Heveling vor seinem eigentlichen Jahresbericht kurz die neuesten Gegebenheiten in der Politik, so weit sie die Interessenlagen der Jägerschaft tangieren, an und konnte danach ein insgesamt positives Resümee des jagdlichen Geschehens im Bereich des Hegerings im Berichtszeitraum ziehen.

Gemeinsam rückte man im Rahmen einer revierübergreifenden Drückjagd der Überpopulation bei den Schwarzkitteln zu Leibe. Mit durchschlagendem Erfolg. Dabei gingen den Jägern insgesamt 39 Wildschweine vor die Flinte. Der große jagdliche Erfolg dieses Tages im November wurde komplettiert durch zwölf Rehe und vier erlegte Füchse. Dem Rotrock auf den Pelz rückten zudem 80 Jäger beim gemeinsamen Ansitz im Sommer als ebenfalls vom jagdlichen Erfolg gekrönte Vorbeugemaßnahme im Kampf gegen die Tollwutgefahr. Die scheint in unserem Raum derzeit weitgehend gebannt, wie Kreisveterinär Dr. Jobst Trappe später anmerkte.

Der Bestand an Schwarzkitteln konnte um insgesamt 77 Exemplare reduziert werden, 121 Rotröcke mussten ins Gras beißen, zwölfmal war Meister Lampe an der Reihe, dabei leistete „Genosse Autofahrer“ allerdings achtmal unerbetene Schützenhilfe, wie überhaupt der Anteil des Fallwildes mit 22 Prozent wiederum verhältnismäßig drastisch zu Buche schlug. Ein Marder, sieben mal war „Grimmbart“, der Dachs, mit dabei, fünf Waschbären, zwölf Enten sowie eine vergleichsweise überschaubare Zahl an Rabenvögeln und Wildtauben, rundeten den Streckenbericht ab.

Gut gewirtschaftet hatte einmal mehr Kassenwart Gerd Jentsch. Auch Klaus Pokrandt (Öffentlichkeitsarbeit) konnte über positive Akzente berichten, die mit Durchführung der Waldjugendspiele an vier Kiersper Grundschulen und dem Einsatz der Rollenden Waldschule gesetzt wurden. Das Gleiche galt auch für Oliver Reppel und dessen Bericht über die etlichen und bei den verschiedensten Anlässen stets gern gesehene Aktivitäten des Bläserkorps. Für verbesserungsfähig hielt dagegen Ulrich Reppel das Abschneiden der Aspiranten bei Brauchbarkeitsprüfungen im Hundewesen, während der Bericht von Schießwart Jan Hettesheimer Positives im nachbarschaftlichen Vergleich mit den Meinerzhagener Schützen erkennen ließ. Einen breiten Raum nahm wiederum der ausführliche Bericht ein, den Wilhelm Heveling als Obmann für Biotop- und Naturschutz im Hegering gab. Zum Teil gemeinsam mit dem BUND legte man Feldgehölze und Hecken an, betrieb aktive Naturpflege mit der Entfichtung einer Naturschutzfläche im Wienhagen, förderte damit den Artenschutz seltener Orchideen und engagiert sich zur Zeit bei Anlage und Wartung von Krötenschutzzäunen. Schnell abgehandelt waren die anstehenden Wahlen. So tritt nach jeweils einstimmig erfolgten Voten Oliver Land die Nachfolge von Uli Reppel als Obmann für das Hundewesen an, Oliver Reppel wurde als Nachfolger von Gerd Kuhbier zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und Kuhbier selbst, der das Geschehen im Hegering durch viele Jahrzehnte zuvor als dessen Vorsitzender maßgeblich mitgestaltet bevor er den Staffelstab an Matthias Heveling weiter gereicht hatte, unter großem Beifall der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit der anstehenden Jubilarehrung und dem Hinweis auf die nächsten Veranstaltungen sowie der folgenden Hegeschau klang die Versammlung aus.

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