Erfolg bei gemeinsam durchgeführter Drückjagd in Kierspe

Jäger rücken Schwarzwild auf Pelz

Im kleinen Rahmen und unter Beachtung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen wurde in den an der gemeinsamen Drückjagd beteiligten Revieren abschließend Bilanz gezogen.
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Im kleinen Rahmen und unter Beachtung der vorgegebenen Schutzmaßnahmen wurde in den an der gemeinsamen Drückjagd beteiligten Revieren abschließend Bilanz gezogen.

Kierspe – Gemeinsam geht halt alles besser! Diese durchaus nicht neue Erkenntnis stand am vergangenen Wochenende Pate, als sich die Jägerschaft von insgesamt elf beteiligten Revieren im Jagdbezirk Kierspe-Rönsahl zur gemeinsamen Drückjagd in mehreren zusammenhängenden Kiersper Revieren traf.

Zum einen zwecks nach wie vor dringend gebotener Dezimierung der seit Jahren viel zu hohen Wildschweinpopulation und der damit verbundenen erheblichen Flurschäden, zum anderen nicht minder wegen der drohenden Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest, die immer näher komme, sei speziell in diesem Herbst gemeinsames Agieren der Jagdbeauftragten alternativlos, wie es dazu hieß.

Nun schon zum 18. Mal in Folge, so freute sich Hegeringsleiter Matthias Heveling in seiner Funktion als verantwortlicher Organisator, konnte die einmal im Jahr angesagte und dann möglichst gemeinsame und revierübergreifende so genannte Bewegungsjagd durchgeführt werden – und das auch unter strikter Beachtung der infolge der Corona-Pandemie angezeigten Vorsichtsmaßnahmen – wiederum mit durchaus vorzeigbarem Erfolg, wie sich dabei herausstellte. Nach bewährtem Muster unterstützte die Jägerschaft der benachbarten rheinischen Jagdreviere um die Kerspetalsperre und Klaswipper die Gemeinschaftsaktion der beteiligten Jägerschaft auf dem Territorium der Stadt Kierspe, sodass auch von daher eine flächendeckende Bejagung und entsprechender Jagderfolg vorgegeben war. Dabei kamen insgesamt während der jeweils rund vierstündigen Jagdzeit am Freitag und Samstag jeweils rund 100 Jäger und Jagdhelfer zum Einsatz. Insgesamt wurde eine zusammenhängende Fläche von knapp 1600 Hektar bejagt, wie es dazu hieß..

Im Rahmen der zuvor gehegten Erwartungen bewegte sich die sogenannte „Strecke“ bei der am vergangenen Wochenende in den Kiersper Revieren gemeinsam durchgeführten Drückjagd in den einzelnen Revieren, wie hier im Bezirk Nott-Grünenweg.

Das Besondere einer solchen gemeinsamen und gleichzeitig in möglichst vielen benachbarten Revieren stattfindenden so genannten Bewegungsjagd liege, so Heveling, darin, dass die Chancen auf den angestrebten Jagderfolg auf diese Weise wesentlich höher seien als beim Einzelansitz. Dies gelte grundsätzlich, insbesondere aber für ein Jagdjahr wie dieses mit seinen Einschränkungen.

Denn gerade auch, weil die erhebliche Zunahme an Schwarzkitteln nach wie vor ohnehin für erhebliche Ernteausfälle sorge und zusätzlich zu den durch die Borkenkäferplage verursachten enormen Schäden im Bereich der Land- und Forstwirtschaft beitrage, bemühe sich die Jägerschaft um deren Reduzierung. Auch diesem Ziel komme man mit solchen gemeinsam realisierten Jagden näher, wie es dazu weiter hieß.

Wegen des relativ offenen Wetters und dementsprechenden Sichtverhältnissen waren die Voraussetzungen für entsprechenden Jagderfolg an beiden Tagen auch durchaus erfolgversprechend. Auch die in diesem Jahre abermals überdurchschnittlich hohe Schwarzwildpopulation ließ auf eine entsprechend gute Strecke hoffen.

Insgesamt liefen den Jägern 13 Schwarzkittel, 14 Stück Rehwild und fünf Füchse vor die Flinte. Hegeringsleiter Matthias Heveling und die beteiligten Jäger zeigten sich mit dem erzielten Jagderfolg durchaus zufrieden, zumal man dem Ziel der Dezimierung der Schwarzkittel und damit der Gefahrenabwehr durch die Schweinepest ein weiteres Stück näher gekommen sei.

Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Vorsichtsmaßnahmen sah man diesmal von der ansonsten gepflegten Tradition ab, so dass das sonst stets angesagte symbolische Verblasen der Strecke ebenso ausfallen musste wie weitgehend auch ein passender Ausklang des Tages beim später normalerweise im Rahmen der einzelnen Reviere angesagten „Schüsseltreiben“.

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