„Scheunenbrand“ und Wassereinbruch

Rönsahl - Einen ereignisreichen Abend und eine ebensolche Nacht hatten die Mitglieder der Feuerwehr am Freitag in Rönsahl.

Los ging es gegen 17 Uhr. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs war der Keller eines Wohnhauses an der Weidenstraße voll Wasser gelaufen. Als der Wasserstand fast einen Meter erreicht hatte, bestand die Gefahr, dass die Heizöltanks in dem Gebäude aufgeschwemmt würden. Durch den schnellen Einsatz der Wehr, die mit einer Tauchpumpe das Wasser aus dem Gebäude beförderte, konnte das aber verhindert werden.

Bereits wenige Stunden später mussten die Rönsahler Wehrleute erneut ausrücken, da durch ein örtliches Gewitter große Regenmassen auf das Dorf niedergingen und den Keller eines Mehrfamilienhauses an der Straße „Am Meienborn“ vollaufen ließen. Aufgrund der Wassermassen wurde durch den Kanalanschluss auch noch mit Fäkalien vermischtes Wasser in das Gebäude gedrückt. Ein Löschgruppenfahrzeug der Rönsahler Einheit wurde zu dieser Einsatzstelle berufen. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug musste am Gerätehaus verbleiben, weil auch dort große Wassermassen eingedrungen waren. Im Gerätehaus standen der Keller des Mieters, die Umkleideräume, die Atemschutzwerkstatt und Teile der Fahrzeughalle unter Wasser.

Noch bevor die Arbeiten an den beiden Einsatzstellen aufgenommen werden konnten, alarmierte die Kreisleitstelle den Zug Rönsahl erneut und zusätzlich den Löschzug Stadtmitte, da in Mittelheukelbach ein Scheunenbrand gemeldet worden war. Da bereits bei der Anfahrt von den Wehrleuten eine starke Flammenbildung beobachtet wurde, ließen diese über die Leitstelle auch noch den Löschzug Wehestraße und das DRK Kierspe alarmieren. Allerdings stellte sich vor Ort heraus, dass nicht die Scheune selbst, sondern eine in unmittelbarer Nähe befindliche Tanne – aufgrund eines Blitzeinschlags – in Flammen stand. Dadurch konnten der Löschzug Wehestraße und das DRK wieder „abbestellt“ werden. Nach dem Löschen des Brandes konnten sich die Wehrleute dann wieder dem vollgelaufenen Keller und dem Wassereinbruch im Gerätehaus widmen.

Insgesamt waren an diesem Tag und in der Nacht 39 Wehrleute und sieben Fahrzeuge der Löschzüge 2 und 3 im Einsatz. In Bereitschaft blieben die Ehrenamtlichen des DRK Kierspe und der Löschzug 1 mit mehr als 25 Leuten. - jobek

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