Zwischen Sankel und Hohenholten

Endgültige Sperrung: Dieser Schleichweg hat bald ausgedient

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Die Verbindungsstraße von Sankel nach Hohenholten ist schon seit Jahren durch eine Schranke gesperrt.

Kierspe - In die Straße hinein wuchernde Büsche und andere Pflanzen zeigen, dass der Weg schon lange nicht mehr intensiver genutzt worden ist. Was auch eigentlich nur durch land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge geht, deren Fahrer einen Schlüssel für die Schranken haben.

Die Rede ist von der kleinen Straße, welche die Kiersper Ortschaften Sankel und Hohenholten verbindet. Ursprünglich war es ein reiner land- und forstwirtschaftlicher Weg, der jedoch vor fast 50 Jahre zur Straße ausgebaut und mit einer Asphaltschicht versehen wurde.

Sperrung bereits im Jahr 1980

Diese bequeme Abkürzung zur Bundesstraße 54 wurde insbesondere nach der weitgehenden Fertigstellung des Baugebiets an der hinteren Thingslindestraße genutzt. Durch das höhere Verkehrsaufkommen führte das auf der schmalen Straße und besonders in der kleinen Ortschaft Sankel zu Problemen.

Die Karte aus dem Geodatenportal zeigt den Verlauf der Verbindungsstraße.

Die Folge: Im Jahr 1980 wurde die Verbindungsstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Offensichtlich aber ohne großen Erfolg, denn Autofahrer missachteten das Verbot und nutzten die Straße weiterhin als Abkürzung vom Volmetal ins Dorf sowie umgekehrt. Als im Jahr 2017 dann auch die Eisenbahn im Volmetal reaktiviert wurde, musste dem motorisierten Verkehr – der eben auch den Bahnübergang bei Sankel nutzen muss – Einhalt geboten werden: Sowohl in Sankel als auch bei Hohenholten wurden Schranken installiert. Die ermöglichen allerdings noch Fußgängern, Radfahrern oder Motorradfahrern das Passieren.

Endgültige Schließung

Da voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Bau eines Teilstücks des Volmetalradwegs – im Bereich von Grünenbaum und Sankel – begonnen wird, gibt es nun Überlegungen, die Verbindungsstraße nach und von Hohenholten endgültig für den Kfz-Verkehr zu schließen. Aus diesem Grund wird das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen gesetzt. Das Gremium tagt am Dienstag, 18. Juni, ab 17 Uhr im Rathaus.

„Im Zuge der Realisierung des Volmetalradweges ist davon auszugehen, dass dieser zusätzlich zur Gefahr wird“, heißt es in der Ausschussvorlage der Verwaltung, „da der Radweg dort steil abfällt und die Wegeverbindung zwischen den Häusern Sankel nicht einsehbar rechtwinklig auf diesen trifft.“ Darüber hinaus müssen für den Volmetalradweg Grundstücksflächen von den Eigentümern in Sankel gekauft werden – die wiederum hätten schon deutlich gemacht, dass eine Bedingung für den Verkauf sei, dass die Verbindungsstraße zwischen Hohenholten und Sankel „auch in Zukunft nicht dem öffentlichen Kfz-Verkehr gewidmet wird“.

Wenn also der Volmetalradweg im Bereich Sankel gebaut und die Grundstücksbesitzer dort Flächen dafür verkaufen sollen, ist eine endgültige Schließung der Verbindungsstraße Voraussetzung dafür.

Geschichte des Verbindungswegs

Bis zum Jahr 1971 handelte es sich um einen reinen land- und forstwirtschaftlichen Feldweg. Dann wurde die Verbindung zwischen Sankel und Hohen- sowie Niederholten zu einer asphaltierten Straße ausgebaut. Als sich das Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren vergrößerte – Ursache war insbesondere das Baugebiet an den hinteren Thingslindestraße, deren Anlieger die Straße als Abkürzung zur B 54 nutzten – , wurde die Verbindung für den Kfz-Verkehr gesperrt. Nachdem Autofahrer das Verbot vielfach missachteten, wurden vor wenigen Jahren Schranken installiert. An dem Verbot soll sich in Zukunft auch nichts ändern.

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