Ende März beginnt Modellierung des Bike-Parks Kierspe

Starthügel mit zwei Ebenen

Bike-Park Kierspe - Bleichenplatz - Sportzentrum Felderhof
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Bisher „nur“ ein großer Berg aus Erde: Dies wird einmal der Starthügel im Bike-Park sein, von dem auf zwei Ebenen in fünf und vier Meter Höhe gestartet werden kann.

Corona ist das beherrschende Thema, das vieles unmöglich macht und anderes in den Hintergrund drängt. Dies trifft beispielsweise auch auf den Kiersper Bike-Park zu, ein Projekt, das die Stadt mithilfe von Leader-Fördermitteln im Dreieck zwischen Felderhof-Stadion, Heiratswäldchen und Osemundstraße, auf dem sogenannten Bleichenplatz, realisiert.

Kierspe - Das Gelände war ausgesucht worden, weil es aus Umweltschutzgründen nur wenig beeinträchtigt wird, es einfach und schnell erreichbar ist und es eine Erweiterung der Konzentration von Sportlern auf einen Bereich in der Stadt, dem Felderhof-Sportzentrum mit Stadion, Kunstrasenplatz, Gummiplätzen, Fußballgolfanlage und – künftig – Bike-Park.

Ob dadurch auch das Anlegen und Nutzen von illegalen Bike-Strecken verhindert werden kann, ist mittlerweile fast schon müßig zu fragen. Denn es gibt die Initiative der CDU, nach der geprüft werden soll, ob gerodete Waldflächen für Mountainbike-Strecken genutzt werden können. So könnte es in Zukunft auch Touren für Mountainbiker durch die heimische Natur geben. Sicher ist aber, dass es in Kierspe den Bike-Park geben wird.

Der wird auf einer Fläche von 1350 Quadratmetern errichtet – insgesamt ist der Bleichenplatz 3650 Quadratmeter groß. Daher stehen für eine Erweiterung des Heiratswäldchen, wofür diese Flächen ursprünglich auch vorgesehen waren, weiterhin 2300 Quadratmeter zur Verfügung.

1350 Quadratmeter für Mountainbiker

Mittlerweile ist der Bleichenplatz längst nicht mehr wieder zu erkennen. Denn bereits im vergangenen Jahr wurde Erde dorthin geschafft – und so verteilt und aufgeschüttet, dass die Routen für die Biker vorstellbar sind. Insbesondere der mehr als fünf Meter hohe Starthügel fällt auf. Die genaue Modellierung des Geländes muss jedoch noch durchgeführt werden.

Dafür wurde nicht nur die Zusammenarbeit mit Bikern, sondern auch mit Wolfgang Löffler, dem Leiter der Bike-AG der Gesamtschule gesucht. Dadurch sowie durch Beteiligung anderer Mountainbiker soll auch gewährleistet werden, dass es in Zukunft Unterstützung bei notwendigen Pflegearbeiten gibt. Soll heißen, die Biker dürfen und sollen zur Schaufel greifen und Absprung- sowie Landehügel nach starken Niederschlägen oder starker Beanspruchung wieder in Ordnung bringen.

Gebaut oder, besser gesagt, modelliert wird das Gelände von der Warsteiner Firma Turbomatik Bikeparks, die in der Vergangenheit eine ganze Reihe solcher Anlagen errichtet haben. Der Kiersper Bike-Park, so erklärt Firmen chef Günter Bracht, werde vergleichbar sein mit dem Bikepark Wadersloh oder dem Dirtpark Ahlerstedt. Bilder dieser Anlagen kann man sich im Internet unter www.bikepark-bau.de/bikepark-bauen ansehen.

Die Vorbereitungen für die Modellierung des Kiersper Bike-Parks sind geschaffen worden, indem Erde auf dem Gelände geschafft wurde.

Die Anlage in Kierspe wird einen Pumptrack (Rundkurs) und drei Strecken sowie einen fünf Meter hohen Starthügel mit zwei Ebenen – ein Startpunkt in vier Meter Höhe – haben. Los geht es Ende dieses Monats, sagt Bracht, „je nach Wetter und Logistik“.

73 000 Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 73 000 Euro, davon hat die Stadt einen Eigenanteil von gut 25 000 Euro zu tragen. „Daran hat sich nichts geändert“, erklärt Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau. Nachdem im Herbst die Erde angefahren worden ist, erläutert Heidemann weiter, soll mit der Modellierung des Geländes Ende dieses Monats begonnen werden. Das Unternehmen Turbomatik Bikeparks wird diese Aufgabe übernehmen. Im Frühsommer – wenn es die Corona-Pandemie denn zulässt – könnte der Bike-Park Kierspe eingeweiht, mit oder ohne Feier, und dann auch genutzt werden.

Mountainbiking

Das Mountainbiking ist eine der am schnellsten gewachsenen Sportarten der vergangenen 20 Jahre, weil es Möglichkeiten für sportliche Herausforderungen sowie Bewegung im digitalen Zeitalter geschaffen hat. Um den Sport auszuüben muss man kein Mitglied in einem Verein sein, benötigt nur ein geeignetes Fahrrad. Der Bike-Park Kierspe bietet nicht nur unterschiedliche Streckenführungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sondern wird gleichzeitig zu einem Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters.

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