Viele Einsätze würden sich verhindern lassen

Einsätze an Heiligabend: Feuerwehr feiert nur auf Abruf

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe stehen an Heiligabend bereit, falls es zu einem Brand kommt.

Kierspe - Dass es ruhig bleibt am Heiligen Abend, ist für die Feuerwehr statistisch gesehen unwahrscheinlich. Doch viele Einsätze würden sich verhindern lassen, wenn mit Tanne, Adventskranz und Kerzen vorsichtig umgegangen würde.

„Durch den Verzicht auf echte Kerzen am Weihnachtsbaum hat sich in den vergangenen Jahren schon einiges geändert“, da ist sich Christian Schwanke, Mitglied des Feuerwehr-Presseteams, sicher. Und tatsächlich muss der Wehrmann schon lange überlegen, um sich an einen Einsatz am Heiligen Abend zu erinnern. So sechs oder sieben Jahre sei es her, schätzt Schwanke, da sei man zu einem Einsatz am 24. Dezember gerufen worden, weil ein Kiersper sein Essen auf dem Herd vergessen habe.

„Das war damals so richtig passend um kurz nach Acht am Abend“, sagt Schwanke. Dass es in den vergangenen Jahren ruhig geblieben ist, muss wohl als statistische Anomalie angesehen werden. „Allein bisher hatten wir schon 191 Einsätze. Für Wehrleute bedeutet das, dass sie auf Abruf feiern“, formuliert es der Pressesprecher. Auch wenn Schwanke nicht gerne an Weihnachten in Uniform und Einsatzfahrzeug steigt, vor allem geht es ihm um die Menschen, die bei einem Einsatz in der eigenen Wohnung meist mehr verlieren, als ein paar Stunden Zusammensein mit der eigenen Familie.

So brenne ein trockener Adventskranz oder auch Weihnachtsbaum „hervorragend“ – und stehe innerhalb von Sekunden komplett in Flammen. Aber Schwanke gibt auch Tipps, wie man einen solchen Brand verhindern könne: „Das fängt schon beim Kauf des Baumes an, der sollte so frisch wie möglich sein. Und wenn der Baum in der Wohnung steht, sollte ein Austrocknen verhindert werden, deshalb ist es auch keine gute Idee, den Weihnachtsbaum in der Nähe von Öfen, Kaminen und Heizkörpern aufzustellen.“

Grundsätzlich ist der Feuerwehrmann für den Einsatz elektrischer Kerzen, doch wenn es schon echte sein müssten, dann sollten diese auf keinen Fall unbeaufsichtigt brennen. „Vor allem muss darauf geachtet werden, dass kleine Kinder und Haustiere nicht allein in dem Raum bleiben, in dem Kerzen brennen“, erklärt Christian Schwanke. Und zum Schluss gibt Schwanke noch einen Tipp: „Für den Notfall sollten immer ein Eimer mit Wasser oder ein Feuerlöscher bereitstehen.“

Ansonsten gelte: Den Raum, in dem es brennt, sofort verlassen, Türen schließen und die Feuerwehr rufen. Auch wenn die Weihnachtsfeiertage für die Kiersper Feuerwehr ohne Einsatz verliefen, in der Nacht zu Neujahr sollte das dann anders sein. Ein Fehler in dem Rauchmelder eines Privathauses sorgte für einen Fehlalarm in den frühen Morgenstunden und damit auch für den Einsatz Nummer 1 im Jahr 2019.

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