Start frei für neuen Treff Bahnhof 3und90

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Wolfgang Rittinghaus von der FEG-Leitung und der städtische Beigeordnete Olaf Stelse zusammen mit den anwesenden Sponsoren, die für das Projekt Bahnhof 3und90 gespendet haben, unter anderem von der Sparkasse, der CDU, der UWG und den Freien Wählern. ▪

KIERSPE ▪ Der große, hell gestrichene Raum weist eine Bühne auf und eine Küche, vor den Fenstern hängen bunte Vorhänge, eine gemütliche Sitzecke ist auch vorhanden sowie jede Menge Unterhaltungsmöglichkeiten wie Billard, Kicker und andere Spiele. Im neuen Jugendtreff Bahnhof 3und90 im alten Helit-Gebäude an der Kölner Straße , der am Montag offiziell eröffnet wurde, finden Jugendliche die unterschiedlichsten Angebote vor, können sich treffen und wohlfühlen. Seitdem ist die Einrichtung nun geöffnet und das reguläre Programm angelaufen.

Vorausgegangen ist eine eineinhalbjährige Vorgeschichte, wie Arne Gies von der Freien evangelischen Gemeinde informierte, der „sein Kind“ über diese lange Zeit mit viel persönlichem Engagement vorangetrieben hat. Die Arbeiten während der letzten Monate hatte er im Bild dokumentiert, die Fotos führte er am Montag vor. Anwesend waren zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter besonders auch die Sponsoren, die das gemeinsame Projekt von Freier evangelischer Gemeinde und Kommune finanziell überhaupt erst ermöglicht haben. Zu sehen waren die Räume vor dem Umbau und der Renovierung, aber auch die verschiedenen Arbeitsschritte, die zuerst durch Handwerker durchgeführt worden waren. Später waren ebenfalls die Jugendlichen beteiligt. „Rund 20 haben mitgewirkt, angestrichen, aufgeräumt, geputzt und Möbel sowie andere Ausstattungsgegenstände aufgebaut“, berichtete Gies.

Der Jugendreferent der Freien evangelischen Gemeinde bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben, den Sponsoren wie auch den Jugendlichen. Er hob jedoch genauso die Unterstützung durch die der Stadt vor allem in Person von Sozialamtsleiterin Rita Kattwinkel, Petra Werth, dem Beigeordneten Olaf Stelse, Bürgermeister Frank Frank Emde und Stadttechniker Hartwig Benne hervor. Dank galt zudem der Leitung der Freien evangelischen Gemeinde wie der gesamten Gemeinde, die bei der Abstimmung Ende 2011 klar für das Projekt votiert hatte.

Gies stellte anschließend das aus Susanne Sattler, Sibylle Wiehle, Christian Schwanke, Sabine Hering, Volker Rehorn, Markus Kufeld, Tim Rosenthal und seiner eigenen Person bestehende Mitarbeiterteam vor. Hier wirken Mitarbeiter des Jugendzentrums und Streetworking der Stadt, der Freien evangelischen sowie der evangelischen Gemeinde zusammen mit. „Ich wünsche mir, dass Bahnhof 3und90 ein Ort wird, wo Jugendliche ankommen können, und dass dadurch Kierspe ein bisschen schöner wird“, stellte Arne Gies abschließend fest. Er hoffe, dass dies ein dauerhaftes Angebot werde, das die Klientel auch annehme.

Dann ergriff der Beigeordnete Olaf Stelse als Vertreter der Kommune und Mitglied des Stiftungsvorstandes der Manfred-Fischer-Stiftung das Wort und erwähnte zunächst, dass die Stiftung, in deren Besitz sich das Gebäude befinde, bisher nur Vermögensverwaltung geleistet habe und jetzt endlich ihren Zweck mit Inhalt füllen könne. So sei daran gedacht, vielleicht einen Kurs anzubieten, mit dem Jugendliche gefördert und in eine berufliche Beschäftigung gebracht werden.

Anschließend streifte Stelse kurz die Historie des Jugendprojektes und erinnerte daran, dass die Idee aus dem Kinderangebot der Gemeinde im Baucontainer auf dem Tulpenplatz entstanden sei. Die Pläne konnten dann in Kooperation mit der Stadt und dem Jugendzentrum weiter konkretisiert werden. Als die Idee, das Ladenlokal mit der Hausnummer 93 an der Kölner Straße anzumieten – daher der Name des Jugendtreffs – nicht funktionierte, sei die Manfred-Fischer-Stiftung in die Bresche gesprungen und sie habe dann auch die Räume hergerichtet. „Die Freie evangelische Gemeinde übernahm die Einrichtung“, sagte Stelse. Was dank des großen Spendenaufkommens für das Projekt auch gelungen sei.

Für die Gemeindeleitung übermittelte Christa Meißner Grüße: Sie befand, dass dies ein „cooler Aufenthaltsort für Jugendliche“ geworden sei. „Ich wünsche mir, dass den jungen Leuten hier Werte vermittelt werden, sie Unterstützung erfahren und dass hier, wenn einmal gestritten wird, dies in einer Form passiert, die den Respekt vor dem anderen wahrt“, stellte sie fest und sagte dem Mitarbeiterteam weiterhin die volle Unterstützung der Gemeindeleitung zu. Jetzt möge die Arbeit mit Schwung beginnen, jetzt gehe es los, es werde spannend, so Meißner.

Einen Obstkorb hatten Carina Baranski und Birgit Schroeder vom Jugendamt des Märkischen Kreises mitgebracht. Das passte, denn auf der Theke des Jugendtreffs sollen immer kostenlos Früchte angeboten werden, um den Jugendlichen eine sinnvolle und gesunde Alternative zu Schokoriegeln und anderen Süßigkeiten zu bieten. Die beiden Kreisvertreter drückten ihre Freude darüber aus, dass das gemeinsame Projekt von Gemeinde, Jugendzentrum und Streetwork nun startet, denn ein solches Konzept sei im Kreis bislang noch ein Novum. „Wir hoffen, dass die Arbeit Früchte trägt und das gemeinsame Team von- und miteinander lernt“, erklärten Baranski und Schroeder.

▪ Rolf Haase

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