Förderverein unterstützt weiterhin Sozialstation Kierspe

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Der Vorstand des Fördervereins der Sozialstation Kierspe zeigte sich in seiner bewährten Besetzung. Lediglich Heike Böseler (vorne) wurde als Schriftführerin neu hinzugewählt.

Kierspe - Insgesamt 228 Patienten versorgte im vergangenen Jahr die Sozialstation Kierspe. 86 Jahre war deren Altersdurchschnitt und neun Patienten waren sogar über 97 Jahre alt. Der überwiegende Teil der Patienten hat die Pflegestufe zwei. Das berichtete die Pflegedienstleiterin Heike Böseler auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Sozialstation Kierspe.

Die Vorsitzende Petra Crone hatte zu dieser Jahreshauptversammlung eingeladen und sieben der insgesamt 32 Mitglieder waren der Einladung gefolgt. „Wir haben die Sozialstation wieder unterstützt“, informierte sie. „Und wir haben unsere Fahrzeuge von Vertragspartnern beschriften lassen, was für uns von finanziellem Vorteil war.“

Bei den anstehenden Wahlen gab es kaum Veränderungen. Wieder gewählt wurde Petra Crone als Vorsitzende und Klaus Krämer als ihr Stellvertreter. Die Geschäftsführung übernehmen Petra Crone und Klaus Krämer gemeinsam – wie bereits in der Vergangenheit.

Kassierer wurde wieder Wolfgang Opitz und neu hinzu kam als Schriftführerin die Pflegedienstleiterin der Sozialstation, Heike Böseler. Als Beisitzer wurden Dirk Backmann, Stephan Böhse, Erich Mürmann und Hermann Reyher gewählt. Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete Heike Böseler, dass die Räume der Sozialstation neu gestrichen worden sind. Ebenso gab es einen neuen Fußboden.

„Seit April 2017 haben wir eine Betreuungsassistentin als Halbtagskraft eingestellt. Sie betreut jeden Tag drei Klienten.“ Des Weiteren berichtete sie, dass alle Auszubildenden in Kierspe geblieben sind. Mit einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren seien die Angestellten zwar überaltert, jedoch in ihrem Beruf sehr erfahren.

„Es ist schön, wenn Kiersper Kiersper pflegen“, hob sie einen ganz wichtigen Vorteil der Sozialstation hervor. Der zugleich anwesende Betriebsleiter des Awo-Unterbezirks Märkischer Kreis, Ulrich Goldmann informierte, dass auch weiterhin geplant sei, jedes Jahr einen Auszubildenden einzustellen.

Weiterhin wies er darauf hin, dass die Awo ihre Zahlen öffentlich mache, um sich auch mit anderen Häusern vergleichen zu können. „In Kierspe arbeiten wir mit einer erhöhten Fachkraftstärke“, betonte er. „Wir könnten auch weniger qualifizierte Kräfte einsetzen, doch sind uns mehr Fachkräfte lieber.“

Bei einer sich anschließenden Diskussion kam dann die fehlende Beratung in Sachen Pflege zur Sprache. Viele der zu Pflegenden oder ihre Angehörigen, so war zu hören, seien mit den ganzen Vorschriften überfordert. „Wir brauchen eine unabhängige Pflegeberatung“, betonte Vorsitzende Petra Crone. „Es gibt Millionen von Euros, die nicht abgerufen werden, das kann nicht richtig sein.“ Auch in Kierspe sieht die Pflegeberatung nicht rosig aus. Lediglich einmal monatlich können bei der Stadtverwaltung Kierspe Interessenten dort eine Beratung aufsuchen.

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