Eine Landesgartenschau in Kierspe?

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„Landesgartenschau in Kierspe: Was haltet ihr von der Idee?“, lautet eine kleine Umfrage, die jetzt Mathias Faust in der Facebook-Gruppe „Ihr seid Kiersper, wenn...“ initiiert hat. Die Resonanz ist weitestgehend positiv. Aber: Wie kam er überhaupt auf die Idee? „Ich wollte damit einfach einmal eine Idee anstoßen und schauen, ob es auf Resonanz stößt“, erklärt Faust. 

Der ehemalige Kiersper, der jetzt in Bad Dürrenberg, einer Stadt zwischen Halle und Leipzig in Sachsen-Anhalt lebt, hat sich mit dem Thema Landesgartenschau intensiver beschäftigt, weil seine neue Heimatstadt die fünfte sachsen-anhaltinische Landesgartenschau im Jahr 2022 ausrichten wird. Kierspe habe zwar etwa 4000 Einwohner mehr als Bad Dürrenberg, doch seien die Städte durchaus vergleichbar, meint Mathias Faust, der seine Heimat liebt, in der er groß geworden ist, und stolz ist auf Kierspe. Daher kommt er immer wieder gerne in die Volmestadt. Nicht nur, um seine Mutter zu besuchen. Daher ist Faust überzeugt, dass Kierspe auch kann, was Bad Dürrenberg kann. 

In Nordrhein-Westfalen finden Landesgartenschauen in der Regel alle drei Jahre statt. Die letzte Gartenschau wurde 2017 von Bad Lippspringe ausgerichtet. Die nächste findet im Jahr 2020 in Kamp-Lintfort statt und Gastgeber der Gartenschau im Jahr 2023 wird die Stadt Höxter sein. Sollten sich genug Interessierte finden, könnte sich Kierspe für eine der Landesgartenschauen 2026, 2029 oder 2032 bewerben, meint Faust, der noch genug Zeit für eine Vorbereitung und Bewerbung sieht. 

Der Ex-Kiersper und heutige Bad Dürrenberger, der als Naturliebhaber auf der Suche nach neuen kreativen Ansätzen ist, sieht in der Volmestadt durchaus einige Punkte, die man als erste Basis für die Durchführung einer Landesgartenschau betrachten kann. Er nennt dabei zuerst den Volme-Freizeitpark und geht davon aus, dass Kierspe bald wieder einen Bahnanschluss haben wird. Darüber hinaus kann er sich auch vorstellen, dass die Kommunen Oben an der Volme in solch einer Sache zusammenarbeiten könnten. Davon abgesehen hält er die heimische Region mit ihrer landwirtschaftlichen Prägung, dem großen Freizeitwert durch Wald und Wasser, aber auch der Tradition der Metallverarbeitung oder als Chemiestandort dafür prädestiniert, eine Landesgartenschau durchzuführen. Früher sei Kierspe sogar Luftkurort gewesen, meint Mathias Faust.

Ideen müssten nicht nur von den Kommunalpolitikern und aus der Verwaltung kommen, sondern auch aus der Bevölkerung, findet er. Die Leute müssten nur den Mut aufbringen, etwas zu tun, hofft er, mit seiner kleinen Facebook-Umfrage etwas anzustoßen. Schließlich würde eine Landesgartenschau nicht nur viele Besucher nach Kierspe locken und den Bekanntheitsgrad der Stadt deutlich steigern, sondern dadurch würden auch Infrastrukturen geschaffen, die später weiter genutzt werden könnten. In Sachen Finanzierung müssten indes noch viele Fragen geklärt werden: Die Stadt müsste zwar die Finanzierung sicherstellen, könnte aber Festbeträge vom Land als Förderung erhalten. „Es ist nur eine Idee, die ich jetzt angestoßen habe“, betont Mathias Faust – denn: Was Bad Dürrenberg kann, müsste seine Heimatstadt Kierspe ganz bestimmt auch können, sagt er.

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