Eine Ratssitzung mit vielen lobenden und freundlichen Worten

Verabschiedung und Preisverleihung

Erstmals mussten die Ratsmitglieder auch während einer Sitzung den Mund-Nase-Schutz tragen. Das galt natürlich auch für die Besucher.
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Erstmals mussten die Ratsmitglieder auch während einer Sitzung den Mund-Nase-Schutz tragen. Das galt natürlich auch für die Besucher.

Kierspe – „Wir wissen, dass Du dir gewünscht hast, ohne Verabschiedung zu gehen. Doch so ganz ohne einen Gruß wollen wir Dich nicht ziehen lassen“, Marie-Luise Linde als Stellvertretende Bürgermeisterin ergriff nach dem öffentlichen Teil der Ratssitzung das Wort, um Bürgermeister Frank Emde zu verabschieden, dessen Amtszeit am 31. Oktober offiziell endet, der aber am Dienstag seine letzte Ratssitzung leitete.

Linde bedauerte, dass nun „eine Ära zu Ende geht, bedankte sich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte sowohl dem scheidenden als auch dem zukünftigen Bürgermeister – Olaf Stelse nahm noch als Beigeordneter teil – alles Gute.

Einen Dank für die Zusammenarbeit sprach auch Schulleiter Johannes Heintges aus. Weite Wege hatte dieser nicht, da auch diese Ratssitzung im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule stattfand. Heintges erinnerte an das Engagement Emdes für die Schule und würdigte dessen Bereitschaft im Sinne der Schule immer wieder Sponsorengelder eingeworben zu haben.

„Sie haben vor einigen Jahren versprochen, dass sie alles dafür tun werden, dass noch in ihrer Amtszeit ein neues Forum gebaut wird, Sie haben Wort gehalten, auch dafür mein Dank“, so Heintges, der dem Bürgermeister zu dessen Ausscheiden ein Porträt schenkte, das ein Schüler gemalt und das viele Jahre seinen Platz in der Pausenhalle der Schule hatte. So muss Frank Emde nun zwei freie Stellen an der Wand suchen, denn von seinen Stellvertreterinnen Marie-Luise Linde und Monika Baukloh gab es als Abschiedsgeschenk eine Collage aus Bildern.

Marie-Luise Linde (rechts) und Monika Baukloh verabschiedeten Bürgermeister Frank Emde.

Überhaupt war die Ratssitzung sehr stark von freundlichen und persönlichen Worten getragen, was nicht nur an der Verabschiedung des Bürgermeisters lag, sondern auch an der Übergabe der Heimatpreise, die in diesem Jahr an den Verein „Soziales Bürgerzentrum Kierspe – Hand in Hand“, den Bürgerbusverein und den CVJM Rönsahl gingen.

Über 2500 Euro und den ersten Preis kann sich Hand in Hand freuen. In der Begründung heißt es, dass der Verein seit mehr als zehn Jahren mit seinen Projekten den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert – und der Verein sich für ein solidarisches und gesellschaftliches Miteinander vor Ort einsetzt.

Beim CVJM Rönsahl wurde vor allem die ehrenamtlich geleistete Kinder- und Jugendarbeit erwähnt, aber auch das Engagement für die Organisation der Kinderbibelwoche, des Laternenzugs und Spielenachmittags.

Der CVJM teilt sich den zweiten Platz mit dem Bürgerbusverein, damit können sich beide Vereine über jeweils 1250 Euro freuen, mit denen diese Platzierung honoriert wird.

Der Bürgerbusverein wurde bereits 1990 gegründet und seine 15 ehrenamtlichen Fahrer – von denen jeder im Schnitt 177 Stunden hinter dem Steuer sitzt – befördern jedes Jahr rund 9000 Kiersper, darunter 6600 Kindergarten- und Schulkinder. Auch hier wurde erwähnt, dass der Verein den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement fördert und unter

Wo wird der Rettungswagen stationiert?

Clemens Wieland (UWG) nutzte den Tagesordnungspunkt Anfragen, um nach dem Stand bei der Stationierung eines Rettungswagens zu fragen und auch, ob es bei dem derzeitigen Standort Meinerzhagen bleiben würde. Bürgermeister Frank Emde sieht darin nicht das „Ende der Entwicklung“, sondern betonte, dass man nach wie vor mit dem Rettungsdienst des Märkischen Kreises in Kontakt stehe und diesem auch zwei Standorte für den tagsüber einzusetzenden Rettungswagen angeboten habe: einen am DRK-Zentrum und den anderen im ehemaligen Gerätehaus Stadtmitte.

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