Eindrucksvolle Entlassfeier der Zehntklässler der Gesamtschule

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„Wir und die Welt“: Unter diesem Motto verknüpfte die Klasse 10.7 ihr persönliches Erleben mit den Schlagzeilen in den Nachrichten.

Kierspe - 195 Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs der Gesamtschule erhielten am Freitag im Rahmen einer eindrucksvollen Entlassfeier ihre Abschlusszeugnisse.

Dabei hatte die Feier für kurze Zeit auf der Kippe gestanden, nachdem einige Zehntklässler am Dienstagabend die Fassade der Schule großflächig mit Graffitis eingesprüht hatten. Der erboste Schulleiter Johannes Heintges drohte die Abschlussfeier abzusagen, sollten die Täter sich nicht stellen. Das rief die Mitschüler auf den Plan. Sie widerstanden dem Druck falsch verstandener Kameradschaft und gaben Hinweise auf die Täter.

Zwei andere riefen ihre Väter zu Hilfe. Die waren vom Fach, ließen ihre Arbeit liegen und beseitigten binnen Stunden die Schmierereien – unter Mithilfe der Übeltäter, deren Identität inzwischen bekannt war. Ein positiver Effekt dabei: Auch alte Graffitis wurden bei der Gelegenheit beseitigt, so sauber wie im Moment war die Fassade der Gesamtschule schon lange nicht mehr.

Schulleiter Johannes Heintges bat deshalb Schüler und Väter auf die Bühne und bedankte sich mit einem Geschenk für ihre Hilfe. Drei der vier Graffiti-Sprayer nahmen übrigens an der Feier teil und erhielten ihre Zeugnisse – über ihre Strafe wird später entschieden.

Über die meisten Schüler konnte Heintges nur Gutes berichten. Das schlug sich auch in den Noten nieder. 33 Jungen und Mädchen hatten im Durchschnitt eine Eins vor dem Komma, fast die Hälfte des Jahrgangs erwarb die Berechtigung zum Übergang in die gymnasiale Oberstufe. Von den vier Schülern des Bildungsgangs „Lernen“ schaffte einer den Hauptschulabschluss.

Das Motto des Jahrgangs, „People of tomorrow“ (Menschen von morgen), hing über dem Portal, das den Mittelpunkt des eindrucksvollen Bühnenbildes darstellte. Bürgermeister Frank Emde nahm in seiner Rede darauf Bezug und verknüpfte es mit einem Lied von Mark Forster, in dem davon die Rede ist, dass sich immer wieder neue Türen öffnen. Die Feier markiere einen Wendepunkt im Leben der Schüler, ein neuer Lebensabschnitt warte auf sie. „Aber morgen fühlt ihr euch vielleicht so ähnlich wie an eurem ersten Schultag: ein bisschen unsicher und zugleich erwartungsvoll. Welche Tür wird wo aufgehen?“

An diesem Nachmittag gingen die Gedanken der Schüler eher zurück, das umfangreiche Bühnenprogramm drehte sich um die gemeinsam verbrachten Jahre an der Gesamtschule.

Alle sieben Klassen leisteten dazu einen Beitrag: Die ehemalige Bläserklasse musizierte zum letzten Mal gemeinsam, andere ließen in Form von Sketchen oder Videos die Höhepunkte ihres Klassenlebens Revue passieren. Die Klasse 10.5 ließ es krachen: Mit Hilfe von Chemielehrer Andreas Plate hatte sie einen Vulkan gestaltet, der als Höhepunkt giftgelbe „Lava“ spuckte.

Eingebettet in das Programm war der eigentliche Höhepunkt des Abends: die Zeugnisübergabe. Den Abschluss gestalteten aber die Schüler mit einem Lied: „Time of our lives“.

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