Ein (fast) normaler Dienst für die Kiersper Hilfsorganisationen

 So bereiten sich DRK und Feuerwehr auf die Feiertage vor

Stellvertretend für ihre Kameradinnen und Kameraden demonstrieren Christian Bendt, Lea Kemper, Mirko Elsner und Linda Falter (von links) die Einsatzbereitschaft von Feuerwehr und DRK während der Feiertage.
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Stellvertretend für ihre Kameradinnen und Kameraden demonstrieren Christian Bendt, Lea Kemper, Mirko Elsner und Linda Falter (von links) die Einsatzbereitschaft von Feuerwehr und DRK während der Feiertage.

Kierspe – Polizisten, Ärzte, Pflegepersonal und Mitarbeiter des Rettungsdienstes stehen rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres zur Verfügung – doch auch die ehrenamtlichen Helfer werden an den Feiertagen bereitstehen, wenn es brennt. Das versichern auch die Kiersper Feuerwehr, das Kiersper DRK und die Helfer vor Ort.

„In den vergangenen Jahren haben wir immer abgefragt, wer über die Feiertage zuhause ist und wer nicht, damit wir ungefähr planen konnten, wie viele Einsatzkräfte im Notfall zur Verfügung stehen“, sagt Christian Schwanke, Pressesprecher der Kiersper Wehr. Die Umfrage werde es dieses Jahr sicher auch geben, aber er rechne damit, dass nur sehr wenige nicht da sind. „Wo sollen sie auch hin. Klar, wer die Tante in Altena besucht oder die Eltern in Dortmund, steht auch nicht zur Verfügung, aber das werden sicher nur wenige sein. Die meisten werden die Weihnachtsfeiertage in Kierspe verbringen – und sicher auch den Jahreswechsel“, vermutet Schwanke.

Trotzdem hat man sich in der Wehr Gedanken darüber gemacht, wer wann seinen Dienst verrichten wird.

Nach der Fusion der beiden Innenstadtlöschzüge wurden zwei Einsatzgruppen gebildet, die sich im Wochentakt abwechseln, um zu verhindern, dass bei kleineren Einsätzen alle Wehrleute des neuen Zuges Stadtmitte ausrücken. Schwanke: „Das wird über die Feiertage nicht anders sein. So werden bei Einsätzen über Weihnachten zuerst die Mitglieder der Einsatzgruppe 1 gerufen, über den Jahreswechsel die Mitglieder der Einsatzgruppe 2.“

Beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sieht das etwas anders aus. Denn dort gibt es sehr wohl konkrete Dienstpläne – zumindest für die Helfer vor Ort.

„Wie an allen Sonn- und Feiertagen werden wir auch am Heiligen Abend, den beiden Weihachtstagen, Silvester und Neujahr rund um die Uhr Bereitschaft haben, um den Rettungsdienst zu unterstützen“, erklärt Christian Bendt von den Helfern vor Ort. An den Wochentagen sei man natürlich auch im Dienst, dann allerdings nur von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens.

Da auch die Helfer vor Ort Ehrenamtler sind, tragen sie sich selbst in den Bereitschaftsplan ein, möglichst mit einem deutlichen Vorlauf zum Dienst. Das sei auch für die Dienste an Weihnachten und Silvester nicht anders gewesen, erklärt der DRKler.

Grundsätzlich gliedern sich die Einsatzfälle der Helfer des DRK Kierspe in drei Gruppen. Zum einen sind das die Helfer vor Ort, die sich eben selbst zum Dienst melden. Darüber hinaus gibt es den Katastrophenschutz des Märkischen Kreises, bei dem die Betreuungsgruppe, die das DRK Kierspe vorhält, angegliedert ist, und die auch ausrückt, wenn überörtlich Hilfe benötigt wird. Und dann noch die Mitglieder des DRK, die bei größeren Feuerwehreinsätzen mit ausrücken, um die Wehrleute zu betreuen, aber auch, um den Rettungsdienst bei der Menschenrettung zu unterstützen.

Ein Weihnachtswunsch

Auch die beiden letztgenannten Gruppen stehen an den Feiertagen zur Verfügung. „Dafür haben wir aber keine klare Einteilung. Aber ich habe noch nie erlebt, dass im Alarmierungsfall nicht genügend Helfer zur Verfügung gestanden hätten. Auch bei uns ist es üblich, sich abzumelden, wenn man über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung steht. Doch auch im DRK rechnen wir nicht damit, dass allzu viele Helfer über die Feiertage wegfahren. In diesem Jahr ist ja einfach alles anders als sonst“, so Bendt.

Doch einen Weihnachtswunsch formulieren Bendt und Schwanke gemeinsam – möglichst keine Einsätze während der Feiertage. „Denn wenn es zu einem Einsatz kommt, müssen nicht nur wir die Familienfeiern verlassen, andere Menschen verlieren dann ihr Hab und Gut oder kommen auch selbst zu schaden, das wünscht man sich nie, aber sicher erst recht nicht Weihnachten“, so Schwanke.

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