Eigentümergemeinschaft wirft Schatten voraus

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Mit einem komplett neuen Vorstand arbeitet der Tennis-Club Kierspe seit dem vergangenen Jahr. Von links: Walburga Exner (2. Vorsitzende), Peter Thiessenhusen (1. Vorsitzender), Ulrich Gräwe (Kassierer), Walter Hönigschmidt (Geschäftsführer), Carsten Stöhr (Sportwart). –

KIERSPE – Zur Jahreshauptversammlung des Tennis-Clubs Kierspe (TCK) begrüßte der erste Vorstandvorsitzende Peter Thiessenhusen am Freitagabend zahlreiche Mitglieder im Clubheim am Stadion. Gleich zu Anfang verwies er auf positive Entwicklungen, die er als Zeichen dafür sah, dass der Abwärtstrend des Vereins gestoppt sei. Von Martina Haski

Durch Abschaffung der Hausmeisterstelle und eine Platzsanierung in weitgehender Eigenarbeit konnten erhebliche Kosten eingespart werden. Einen ausgeglichenen Haushalt vermeldete der ehemalige Kassierer Michael Wette in seinem Bericht. Die Kassenprüfer Ulrich Gräwe und Carsten Stöhr bestätigten die ordnungsgemäße Kassenführung und beantragten die Entlastung des gesamten Vorstands.

Sehr positiv bewertete Thiessenhusen auch die Perspektiven im Kinder- und Jugendbereich. So konnte neben Tim Fernholz und Daniel Hoffmann mit Dirk Honsberg jüngst ein Trainer gewonnen werden, der seine Tennislehrerausbildung beim amerikanischen Tennisverband USTA machte und der bereits Trainingserfahrungen mit dem Jugendkader von Baden-Württemberg vorweisen kann. Erste Kontakte mit der Schanhollenschule verliefen erfolgreich. Drei Gruppen à 16 Kindern trainierten bereits mit viel Freude auf den Plätzen am Stadion und in der nächsten Woche werden 30 Kinder aus der Offenen Ganztagsschule erwartet. „Wenn wir ihnen eine Brücke bauen und sie zu unserem Training einladen, sind sicherlich einige auch an einer Mitgliedschaft interessiert“, zeigte sich Honsberg überzeugt. Einen Anreiz dazu soll auch die Senkung der Mitgliedsbeiträge für Schüler und Studenten schaffen, die von der Versammlung verabschiedet wurde. „Statt der bisherigen altersmäßigen Staffelung beträgt jetzt der einheitliche Tarif 65 Euro im Jahr und der Beitrag für das erste Jahr sogar nur 40 Euro“, verkündete der Vorstandvorsitzende.

Votiert wurde auch für die Abschaffung der bisherigen Verzehrmarken und eine Erhöhung der Arbeitsdienste von bislang fünf auf künftig sieben Stunden pro Jahr. Mit Ausnahme der Mitglieder der Tennisabteilung des TV Berkenbaum beträgt die Gebühr für alle Gastspieler ab sofort acht Euro pro Einsatz und darf drei Spiele nicht überschreiten. Bei häufigerer Nutzung ist eine Mitgliedschaft beim TCK erwünscht.

Auf großes Interesse stieß vor allem der Stand der Vertragsverhandlungen mit den Kerspe-Knappen. „Ab 1. August werden wir eine Eigentümergemeinschaft sein, der die Immobilie Vereinsheim zu gleichen Teilen gehört“, berichtete Peter Thiessenhusen. Ihren Anteil am Gebäude erwerben die Kerspe-Knappen für einen symbolischen Euro, verpflichten sich im Gegenzug aber dazu, die beträchtlichen Renovierungskosten für Wärmedämmung, neue Fenster und eine neue Heizungsanlage zu übernehmen. Für die Erneuerung von Duschen und Toiletten wird der TCK zuständig sein. Nutzungsvereinbarungen und ein Vorkaufsrecht untereinander runden den Vertrag ab. Erleichtert zeigten sich die Vorstände beider Vereine auch über die Unterstützung durch die Stadt. Der aktuelle Erbpachtvertrag, der noch 14 Jahre läuft, wird jetzt auf 99 Jahre verlängert, so dass langfristige Planungssicherheit gewährleistet ist.

Gemeinsames Event von TCK und Kerspe-Knappen am 19. Mai

„Wir sind sehr froh über diese Lösung, da das Gebäude eine erhebliche Wertsteigerung erfährt, die immensen Energiekosten hoffentlich um die Hälfte sinken und das gesellige Leben hoffentlich wieder zunimmt“, so Thiessenhusen.

Da sich das Zusammenleben beider Vereine bislang sehr harmonisch gestaltet, planen sie für Samstag, 19. Mai, ein gemeinsames Event. Unter dem Motto „Gemeinsam für Kierspe“ sind alle Bürger eingeladen sich bei einem abwechslungsreichen Programm bestehend aus Kinderbelustigung, Lebendkicker, Live-Musik, Tombola und Cocktailbar von 11 bis 24 Uhr auf der Anlage am Stadion zu amüsieren.

Klärungsbedarf gibt es derweil noch mit dem TV Berkenbaum, den einige Spieler des TCK in der vergangenen Saison unterstützt haben. „Wir sind an einer weiteren Kooperation interessiert. Um entstandene atmosphärische Störungen zu bereinigen, setzen sich die Vorstände beider Vereine in der nächsten Zeit zusammen“, ließ Thiessenhusen wissen.

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