In eigener Sache: Konzert für die Brennerei

Knocking on Heavens Door: Zum kraftvollen Schlussakkord trafen sich die Interpreten abschließend gemeinsam auf der Bühne der Historischen Brennerei. - Fotos: Crummenerl

RÖNSAHL - „Knock, knock, knocking on heavens door!“ Vom prasselnden Beifall der mehr als 100 Zuschauer begleitet, die sich am Donnerstagabend zum Konzertabend in der Historischen Brennerei eingefunden hatten, betraten die Protagonisten des Abends noch einmal die Bühne.

Klar doch, eine vom Publikum stürmisch geforderte „Zugabe“ am Ende eines ebenso erbaulichen wie rundum gelungenen Konzertabends war unumgänglich – und wurde ebenso bereitwillig wie gleichermaßen mit sichtlicher Freude dann auch gegeben.

Abermals hatte die Historische Brennerei mit ihrem ganz eigenen Flair ihrem Ruf als kulturelles Zentrum alle Ehre gemacht. Und das lag zweifelsfrei nicht zuletzt daran, dass die Gestaltung dieses erstmals in eigener Sache arrangierten Konzertabends– dessen Erlös für die Anschaffung einer adäquaten Verstärkeranlage für die Brennerei gedacht war – ausschließlich in Händen heimischer Interpreten lag. Die nämlich verzichteten auf jegliche Aufwandsentschädigung und stellten sich somit voll hinter die gute Sache.

Das mit dem „Anklopfen an die Himmelspforte“ mochte ja ein wenig weit her geholt sein, den „Olymp der Sympathie“ jedenfalls erklommen die Interpreten allerdings zweifelsohne. Was vor allem gefallen konnte, war das unbeschwerte Auftreten der einzelnen Gruppen und deren ausgewogenes und breit gefächertes Repertoire sowie der wie spielerisch ineinander greifende Ablauf der einzelnen Programmpunkte.

Den Auftakt machte das „Duo Denkmalschutz“, alias Heinz-Georg Ackermeier (Gitarre und Gesang), der auch die Moderation des Abends übernommen hatte, sowie Horst Becker (Mundharmonika), die zum Mitsingen beliebter „Oldies“ einluden und – beispielsweise beim von Heinz-Georg Ackermeier aufgetischten „Rönsahler Brennerei-Blues“ – jenen unverzichtbaren Schuss an Lokalkolorit einfließen ließen, der für das Gelingen eines solchen Abends als schier unverzichtbar gilt und somit schnell das Publikum auf die entsprechende Betriebstemperatur brachte.

Was dann in mindestens gleicher Weise auch für Britta Julius galt, die – partiell mit der Violine begleitet von Fritz Schmid – mit glockenheller Stimme bekannte Abba-Songs zum Besten gab und später bekannte Schlagermelodien auftischte.

Ein weiterer Höhepunkt kündigte sich an, als Annette Gräfe und Horst Becker sich zu einer Neuauflage ihres eindrucksvollen gemeinsamen Auftritts anlässlich des Städtepartnerfestes in der Gesamtschule entschlossen und das Publikum mal mit balladenhaftem, dann wieder mit eingängigem Liedgut aus der Schlagerkiste verwöhnten. – Breit gefächert auch das Repertoire, das die Band „Stressless“, nämlich Michael Weiß (Gesang und Gitarre), Katja Hettesheimer (Gitarre), Fritz Schmid (Saxophon), Max Jalaly (Kontrabass), und Armin Volkmann (Didjeridoo und Cajon) im musikalischen Gepäck hatten. Ebenso mit Stücken der „Rolling Stones“ vertraut wie mit jüdischer Klezmermusik (Forget the tears, it‘s beautiful), wusste auch „Stressless“ eins ums andere Male zusätzliche Akzente zu setzen, so dass der Wunsch auf Wiederholung eines solchen Konzertabends letztendlich nur zu verständlich erschien. - cr

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