Ehrenamtstag: Flughafen und Schwesterkirche besucht

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Unverkennbar waren die Gemeinsamkeiten der Schwesterkirche Herz Jesu in Bergisch Gladbach mit der Kirche St. Josef in Kierspe.

KIERSPE -  Die einen sind in der Gemeinde St. Josef Kommunionhelfer, andere engagieren sich im Gemeinderat und wieder andere sind Katecheten der Kommunionkinder oder der Firmlinge. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie sind ehrenamtlich in der Gemeinde St. Josef tätig.

98 freiwillige Helfer standen beim Zusammentragen der Namen auf der Liste und all diese wurden von der Gemeinde zu einem Ehrenamtstag eingeladen. So ging es am Samstag zum Flughafen Köln/Bonn sowie nach Bergisch Gladbach-Schildgen, wo die Schwesterkirche der Kirche St. Josef steht.

„Der Gemeinderat hatte sich schon in den letzten Jahren vorgenommen, zu einem Ehrenamtstag einzuladen“, begrüßte der Gemeinderatsvorsitzende Ulrich Jatzkowski die teilnehmenden Ehrenamtlichen. „Es hat jedoch gedauert, solch einen Tag zu organisieren.“ Gerade für den ersten Ehrenamtstag fiel reichlich Arbeit an. „Wer bringt sich in unserer Gemeinde ein?“, „Welche Aufgaben hat sie/er übernommen?“ und „Ist unsere Liste auch vollständig oder haben wir eine Gruppe vergessen?“ Das waren Fragen, die sich die Organisatoren gestellt haben.

Als dieser Punkt abgearbeitet war, musste das Programm für diesen Tag aufgestellt werden – auch dies ließ sich nicht eben schnell erledigen. Zuerst stand in der Planung, den WDR zu besichtigen, doch das war nicht möglich, da am vorgesehenen Tag die Kölner Innenstadt wegen eines Marathons verkehrsfrei war.

57 Helfer nehmen an Fahrt teil

Sodann kam die Idee auf, den Flughafen Köln/Bonn zu besichtigen und nach der Überwindung einiger Hürden erhielten die Organisatoren eine Zusage. Dass auch eine Kirche des Architekten Dr. Gottfried Böhm besichtigt werden sollte, stand ohnehin fest. Und die Entscheidung für die Schwesterkirche der Kirche St. Josef fiel rasch.

57 Ehrenamtliche meldeten sich spontan zu dieser Fahrt an, die am Samstagmorgen begann. Nach einer kurzen Andacht in der Kirche fuhren sie mit dem Bus zum Flughafen nach Köln-Bonn. Hier war für 12.30 Uhr eine Führung durch das Flughafengelände geplant. Ausgestattet mit Besucherausweisen, die den Namen des Teilnehmers trugen, machten sich die Kiersper in zwei Gruppen auf dem Weg. Bevor sie jedoch in den Bus einsteigen konnten, hatten sie erst einmal eine Gepäck- und Personenkontrolle zu durchlaufen, so als würden sie ein Flugzeug besteigen.

Mit dem Bus starteten sie zu einer Rundfahrt über das Flughafengelände und erhielten dabei reichlich Informationen. Frank Kaiser vom Köln-Bonner Flughafen, einer der beiden Begleiter, war vor seiner Tätigkeit als sachkundiger Begleiter von Besuchergruppen selbst Starfighter-Pilot. Sein Herz schlug beim Anblick von Flugzeugen jedes Mal schneller und dazu bekam er leuchtende Augen. So geprägt waren auch seine Informationen. Begeistert zeigte Frank Kaiser das größte Triebwerk der Welt, welches 1000 Kubikmeter Luft pro Sekunde ansaugt. Er stellte sich mit seinen 1,88 Metern Größe vor das Triebwerk, um dessen Dimension von 3,50 Metern sichtbar zu machen.

Insgesamt 13 300 Menschen arbeiten im Flughafen. Dazu zählen die Beamten der Bundespolizei, des Zolls, 2300 Beschäftigte von UPS sowie die Beamten der eigenen Feuerwehr. Viel zu schnell war die Rundfahrt auf dem Flughafengelände vorüber und für die Volmetaler ging die Fahrt weiter nach Bergisch Gladbach-Schildgen.

Gemeinsamkeiten der Kirchen unverkennbar

Nur ein halbes Jahr vor der Weihe von St. Josef im Mai 1961 wurde die Kirche Herz Jesu in Bergisch Gladbach-Schildgen geweiht. Auch sie hat der Architekt Dr. Gottfried Böhm erbaut und die Gemeinsamkeiten beider Kirchen sind unverkennbar. Die als Tempel von Jerusalem gewählte Architektur ist mit einer hohen Mauer umgeben, durch die der Besucher nur durch ein Eisentor gehen kann. Zudem bietet sich ihm der Blick in den sogenannten Vorhof der Heiden.

Ilse Bracktendorf aus der Herz Jesu-Gemeinde beschrieb den Kierspern mit viel Liebe zum Detail ihre Kirche. Ein kleiner Innenhof gilt als das Paradies, da hier Ruhe herrscht und der Besucher sich auf einer Bank an einem kleinen Wasserteich erholen kann. Die Fenster in der Kirche Herz Jesu wurden von Robert Rexhausen entworfen, wie auch die Fenster in der Kirche St. Josef. Vieles kam den Kierspern bekannt vor, doch nicht alles. Nach der Besichtigung blieben die Ehrenamtlichen noch im Gotteshaus zur Feier eines gemeinsamen Gottesdienstes, den die „Rommerscheider Choryfeen“ musikalisch gestalteten und der Liturgiekreis inhaltlich.

Kalt ist es vielen Kierspern in der Schwesterkirche geworden, da sie nicht geheizt war. Froh, wieder im warmen Bus zu sitzen, fuhren sie nun nach Rönsahl in die historische Brennerei, wo der gesellige und gemütliche Teil des Abends begann. Ein warm-kaltes Büffet stand schon für die Gäste bereit. Zudem gab es natürlich Rönsahler Landbier. Ein Busshuttle brachte die Ehrenamtlichen dann schließlich nach Hause.

Gertrud Goldbach

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