Große Freude bei Hospizgruppe

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Der größere Teil der Hospizgruppe war am Mittwoch zur Preisverleihung gekommen.

Kierspe - Für ehrenamtliche Arbeit, die Senioren zugutekommt, vergibt der Seniorenbeirat alle zwei Jahre einen Ehrenamtspreis. Den erhielt diesmal die Hospizgruppe Kierspe-Meinerzhagen.

15 Frauen und ein Mann sehen ihre Aufgabe darin, ihre Mitmenschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebenswegs zu begleiten. Initiiert wurde die Gruppe im Jahr 2000 von Karin Burk, damals noch Pflegedienstleiterin im Seniorenzentrum Haunerbusch. Ihre berufliche Arbeit gab den Anstoß zum Ehrenamt: „Es war immer schwer, einen Sterbenden allein zu lassen, weil ein anderer Bewohner Hilfe brauchte“, wurde sie von Manuela Lellwitz zitiert.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats würdigte in ihrer Laudatio die wenig öffentlichkeitswirksame Arbeit der Gruppe. Manchmal gehen aber doch Spenden ein. Die werden für Fortbildungen verwendet, denn Hospizarbeit ist zwar dankbar, aber mitunter auch belastend. Zum Glück finden die Ehrenamtlichen auch Unterstützung innerhalb ihrer Gruppe.

Manuela Lellwitz (rechts) überreichte die Urkunde zum Ehrenamtspreis an Karin Burk.

Das Ehrenamt wurde bei der Sitzung des Seniorenbeirats auch an anderer Stelle zum Thema. Fachbereichsleiter Oliver Knuf stellte die Ergebnisse der Seniorenbefragung vor. Ein Viertel der über 60-Jährigen, 1254 Personen, hatten sich daran beteiligt und von denen gaben 26 Prozent an, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wohnsituation, Mobilität, Versorgungsmöglichkeiten, Freizeitangebote – alles war abgefragt worden. Pflegebedarf und -angebot bildeten dabei einen Schwerpunkt.

Die Ergebnisse waren teils erwartbar, teils überraschend. Der Fachärztemangel wurde beklagt, vor allem Augenärzte und HNO-Ärzte werden in Kierspe vermisst. Andererseits empfanden 43 Prozent der Befragten das Pflegeangebot als ausreichend. 24 Prozent sahen das anders, während 32 Prozent (immerhin ein Drittel), die Frage schlicht unbeantwortet ließen.

„Das Thema Pflege wird erst interessant, wenn es soweit ist,“ kommentierte Manuela Lellwitz dieses Ergebnis. Bürgermeister Frank Emde verwies auf häufig nicht vorhandene Handlungsmöglichkeiten der Stadt, erklärte aber ausdrücklich die Bereitschaft von Politik und Verwaltung zur Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. Der ist – auch das ergab die Umfrage – weithin unbekannt. Lediglich 20 Prozent der Befragten hatten schon mal davon gehört.

Mit Blumen bedankte Emde sich bei Manuela Lellwitz, die sich nach dreijähriger Amtszeit nicht zur Wiederwahl stellt, ebenso wie der 2. Vorsitzende Johann Grella. Interessenten für den Vorstand waren im Vorfeld nicht gefunden worden. So führt der bisherige Vorstand die Geschäfte kommissarisch weiter bis zur nächsten Sitzung im Frühjahr, wenn das Thema Neuwahl wieder auf die Tagesordnung kommt.

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