60 Stunden im Einsatz für die Allgemeinheit

Gerdi Ströher, Edeltraud Spellter und Heidrun Schmidt (von links) kümmern sich mit Herzblut um die Spender. Foto: Meyer

Kierspe - 1311 Bürger gingen im vergangenen Jahr in Kierspe und Rönsahl zur Blutspende. Damit es jedem Einzelnen beim „Aderlass“ gut geht, dafür sorgt der Arbeitskreis der Frauen im sozialen Dienst des Deutschen Roten Kreuzes. In zwei bis drei Schichten kümmern sich sie um die reibungslose Registrierung und um eine abwechslungsreiche Verpflegung der Spender.

Von Martin Meyer

„Es macht Spaß, wenn die Leute glücklich sind“, sagt Gerdi Ströher. Die Kiersperin ist an den Blutspendetagen für den Einkauf und die Zubereitung der Speisen sowie für Getränke verantwortlich. Sie bringt jedes Mal Abwechslung auf den Essensplan. Dann können sich die Spender an Kartoffelsalat und Würstchen, an Gulaschsuppe oder an Hamburger, Hot Dogs und Co. erfreuen. Insgesamt stellen die 73-Jährige und ihre zahlreichen Kolleginnen 30 Tische für die Spender zur Verfügung. Der Zuspruch der Besucher gibt den Frauen Recht. „Die Menschen suchen bei uns auch die Geselligkeit. Zu uns kommen sogar Spender aus Meinerzhagen und Valbert“, weiß Edelgard Spellter.

Dabei bilden die Spender einen Durchschnitt durch die Gesellschaft, so die Ehrenamtliche. Viele junge Bürger und auch Menschen mit Mirgationshintergrund oder Spätaussiedler kämen zu den Spendeterminen ins DRK-Heim am Heideweg oder in die Räume der Evangelischen Kirchengemeinde in Rönsahl. Insgesamt besteht der soziale Dienst aus 25 Frauen – 18 von ihnen sind regelmäßig bei der Blutspende aktiv.

„Oft ist es stressig, wenn viele Leute da sind oder manche sich nicht gedulden können“, meint Edelgard Spellter. Aber die Spender sollten sich daran gewöhnen, dass es schon mal länger dauere, so die 62-Jährige. Vier bis fünf Helferinnen stehen pro Schicht in der Küche, zwei kümmern sich um die Anmeldung.

An acht Blutspendeterminen waren im vergangenen Jahr somit 97 Frauen insgesamt 60 Stunden im Einsatz. Doch die Helferinnen sind mit Herzblut bei der Sache. „Ich stelle mich gerne in den Dienst der Allgemeinheit“, verrät Heidrun Schmidt, Leiterin des Arbeitskreises beim DRK. Auch bringe ihr der Dienst persönlich sehr viel: „Es tut gut, wenn man Gutes tut“, so die 69-Jährige.

Wie in vielen ehrenamtlichen Bereichen fehlen auch den Frauen im sozialen Dienst frische Nachwuchshelfer. Heidrun Schmidt: „Bei uns gibt es ganz wenige Mitarbeiter unter 60 Jahren. Die meisten sind deutlich älter. Unsere beiden Kühen sind Baujahr 1956 und 57.“ Doch jüngere Freiwillige zu finden sei schwierig. Oft sei die ehrenamtliche Tätigkeit nicht mit dem Beruf in Einklang zu bringen.

Am Freitag, 8. August, sind die Frauen des Arbeitskreises in Kierspe im Einsatz. Knapp eine Woche später, am 14. August, geht es in Rönsahl weiter. An beiden SommerBlutspendetermine wird der Grill angeworfen. Das bekannte Imbiss-Büfett wird dann um frische Grillwürstchen ergänzt. In der Zeit von 11 bis 19 Uhr können die Bürger in Kierspe zur Spende gehen, in Rönsahl zwischen 16 und 19 Uhr.

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