Kirchengemeinde lädt Ehrenamtliche ein

Die Ehrenamtlichen der evangelischen Kirchengemeinde waren zur Mitarbeiterfeier und natürlich zum Konzert von „2Flügel“ eingeladen.

Kierspe - Die Ehrenamtlichen der evangelischen Kirchengemeinde waren zur Mitarbeiterfeier und natürlich zum Konzert von „2Flügel“ eingeladen. Bei Liebesliedern wisse man oft nicht, an wen die Zeilen nun eigentlich gerichtet seien – an einen geliebten Menschen oder an Gott, sagte die Theologin Christina Brudereck.

Mit einem Liebeslied, gesungen von Benjamin Seipel, beendeten die beiden Künstler ihre Konzert-Lesung, die sie unter das Thema „Wo auch immer“ gestellt hatten. Reisen rund um den Globus bildeten den roten Faden und mit ihnen die immer gleichen Themen, die Menschen seit jeher umtreiben. Freiheit gehört dazu, Versöhnung und die Suche nach sich selbst. Ergreifend waren die Geschichten über Menschen, die beides für sich bewältigt hatten, Nelson Mandela, die jüdische Pianistin Alice Herz-Sommer, Charlie Chaplin oder die birmanische Politikerin Aung San Suu Kyi, die mit 18 Jahren Verspätung den Friedensnobelpreis entgegen nehmen konnte.

Daneben erzählte Brudereck auch immer wieder eigene Erlebnisse, Begegnungen auf einem Flughafen, das merkwürdige Gefühl, als einzige Weiße unter Schwarzen permanent aufzufallen – und von Heimweh. Liebe geht bekanntlich durch den Magen, dazu gehört auch die Liebe zur Heimat. Und so landete sie in Kapstadt regelmäßig im jüdischen Viertel, denn dort wurde deutsches Brot gebacken.

Benjamin Seipel begleitete die Texte am Keyboard mit thematisch und stimmungsmäßig perfekt abgestimmten Melodien, die er meist nur anspielte oder variierte. Der Wiedererkennungswert war hoch, sie reichten von Beethovens Mondscheinsonate über die Titelmelodie von Pippi Langstrumpf bis „Forest Gump“. Das alte Kinderlied „Auf der Mauer, auf der Lauer“ nutzten die beiden Künstler zu einer Rundreise über die Mauern (Israel, DDR) und (Abhör-) Wanzen in aller Welt. Das beeindruckende Konzert war politisch-kritisch, persönlich und immer religiös grundiert, obwohl von Gott erst ganz zum Schluss die Rede war.

Manche Zuhörer kannten das Duo „2Flügel“ bereits, Seipel und Brudereck konzertieren regelmäßig im evangelisch-kirchlichen Bereich. Der Name bezieht sich auf den diesmal fehlenden Konzertflügel und einen Engelsflügel, der zusammen mit einer Weltkugel im Altarraum den optischen Bezug zu Text und Musik bildete.

Die beiden waren auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde in die Christuskirche gekommen, ihr Konzert bildete den Höhepunkt des Mitarbeitertages der Gemeinde. Doch nicht alle Aktiven hatten zuhören können: Als die Ehrenamtlichen aus der Kirche kamen, hatten fleißige Helfer bereits den Grill angeheizt, die Saft-Bar war geöffnet, ein Mitbring-Büfett stand bereit. Bei schönem Wetter ließen die haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Gemeinde den Abend ausklingen. - bnt

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