Ehemalige Bismarckschüler: Regelmäßige Klassentreffen

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Kierspe -  Vor 48 Jahren endete für sie die Schulzeit, am Samstag trafen sich die Schüler der Klasse 9b der Bismarckschule erneut zu einem Klassentreffen. Eher ungewöhnlich ist die Häufigkeit dieser Treffen, sie finden schon seit langem jährlich statt.

Ungewöhnlich ist auch der Zeitpunkt: Traditionell finden die Ehemaligen um den 22. Oktober herum zusammen, denn das ist der Geburtstag ihrer damaligen Klassenlehrerin Rose Koeppen. An diesem Samstag hatten sie ein kleines Programm vorbereitet, um Rose Koeppen zu ihrem 90. Geburtstag zu ehren – aber das Geburtstagskind kam nicht. Die Beschwerden des Alters hinderten die Jubilarin, die im Awo-Seniorenzentrum am Haunerbusch lebt, daran, an der Feier teilzunehmen. So wurde sie eben in Abwesenheit geehrt. 

Einer der Ehemaligen ist Reinhard Spieß, der unter dem Namen Reinhard Spielberg als Musiker unterwegs ist. Er hatte seine Gitarre mitgebracht und gemeinsam sang man „alte Gassenhauer“ und Kierspe-spezifische Lieder. Die 25 Mädchen und Jungen waren bei ihrer Entlassung zwischen 14 und 15 Jahre alt, die meisten sind in der Region geblieben. Lediglich Reinhard Spieß und zwei andere verschlug es aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland.

 Inzwischen gehen die Jugendlichen von damals selber auf die Rente zu, aber sie treffen sich nicht nur weiterhin, sie unternehmen auch immer noch „Klassenfahrten“ – bis jetzt in Begleitung ihrer Klassenlehrerin. Die erste, noch zu Schulzeiten, führte nach Wangerooge und hatte bei den Schülern offenbar so nachhaltigen Eindruck hinterlassen, dass sie 30 Jahre später, im Jahr 2000, noch einmal wiederholt wurde. 

Legendär blieb auch eine Schiffstour auf dem Ijsselmeer. Das war 2010, Rose Koeppen war damals 82 Jahre alt. Die Klasse hatte sie 1966 übernommen und die Kinder in Deutsch, Mathe, Englisch und Musik unterrichtet. Mindestens genauso wichtig war aber die Sozialkompetenz, die sie ihren Schülern vermittelte. „Empathie gegenüber anderen Mitschülern war ihr sehr wichtig,“ formulierte Reinhard Spieß. 

Die „Ehemaligen“ wollen ihre Lehrerin jetzt einzeln besuchen und ihre Glückwünsche überbringen. In der Jause von Gut Bremecke verbrachten sie bei Kaffee und Kuchen auch ohne Lehrerin einen gemütlichen Nachmittag. 

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