Effektive Hilfe für die Flutopfer

Viele Mitglieder kamen zur Jahreshauptversammlung – sie sind die Stütze des Vereins.

RÖNSAHL ▪ „Wir haben im vergangen Jahr von der singalesischen Regierung die Zertifizierung zum Kinderheim der Klasse A erhalten.“

Die Freude über die staatliche Anerkennung, die für privat geführte Institutionen nur höchst selten erteilt wird, ist groß. Sichtlich zufrieden mit der auch im vergangenen Jahr geleisteten Arbeit zugunsten von der Tsunami- Katastrophe im Dezember 2004 schwer in Mitleidenschaft gezogener Kinder in Sri Lanka zeigte sich die Mitglieder des heimischen Vereins Kinderhilfswerk Flutopfer Sri Lanka. Das jedenfalls war das Fazit, das bei der Jahreshauptversammlung und dem dabei vorgelegten Situationsbericht des Vereinsgründers und ersten Vorsitzenden Ananda Simon Pattiya gezogen werden konnte.

Wie berichtet, war es dem allein aus Privatinitiative ins Leben gerufenem gemeinnützigen Verein – dies nicht zuletzt auch dank entsprechender Initiativen direkt vor Ort – schon nach relativ kurzer Zeit gelungen, ein Wohnheim für Waisenkinder zu errichten. Zielsetzung war, große Kindernot nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004 zu lindern. Das Heim in Yapahuwa liegt etwa 110 Kilometer vom Flughafen Coliombo entfernt und nimmt Kinder auf, die aus unterschiedlichen Gründen verwaist sind. Wie der Bericht des Vorsitzenden aussagte, konnte die Zahl der dort betreuten Mädchen im Alter von drei bis 17 Jahren auch im vergangenen Jahr weiter erhöht werden, so dass dort inzwischen 41 Kinder und Jugendliche leben. Dank der ehrenamtlichen Tätigkeit vieler Helfer und vor allem mit finanziellen Mitteln aus Deutschland wurde es möglich, das Kinderheim so zu strukturieren, dass den Kindern schulische Ausbildung, regelmäßige ärztliche Betreuung und entsprechende Lebensbedingungen geboten werden können.

Doch es sind nach wie vor ständig Anstrengungen erforderlich. Wichtig sind dabei die in Deutschland erwirtschafteten Erträge, die in voller Höhe und ohne großen Verwaltungsaufwand direkt in die Arbeit vor Ort fließen und den Kindern zugute kommen. Daran erinnerte Simon Pattiya, der das anhand des vom Vereinskassierer näher erläuterten Zahlenmaterials belegen konnte.

Der Vorsitzende freut sich darüber, dass sich der Verein auch im Berichtszeitraum auf eine etwa konstant gebliebene Mitgliederzahl, die bei knapp unter 100 liegt, stützen kann. Allerdings, so wurde deutlich, benötigt man neben Geldspenden weitere Mitgliedschaften, um der Vielzahl der Aufgaben gerecht zu werden. Dazu zählt auch, noch weitere neun Kinder bis zur Auslastung der Kapazitätsgrenze aufzunehmen. Die Mitgliedschaft ist bereits mit einem Monatsbeitrag ab sechs Euro möglich.

Ein besonderer Dank ging an einige private Unterstützer, wie beispielsweise die Familie Fulko und die Servatiusschule, die mit eigenen Aktionen zur Verbesserung der Einnahmesituation beigetragen haben. Ferner trugen die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Rönsahl und beim Stadtfest in Wipperfürth zur Aufbesserung der Kasse bei. Die wurde übrigens gut geführt, so dass der Entlastung des Vorstands und dessen einstimmig erfolgter Wiederwahl nichts im Wege stand. So bleiben Ananda Simon Pattiya als erster Vorsitzender, Jens Zimmer als dessen Stellvertreter, Schatzmeister Michael Lerch und Schriftführer Dietmar Lieth für eine weitere Wahlperiode im Amt.

Mit dem Hinweis auf im laufenden Jahr geplante Aktivitäten in Deutschland, so unter anderem eine Benefizveranstaltung des Kabarett/Ensembles Leipziger Funzel, dem regelmäßig erfolgenden Waffelverkauf an der Servatiusschule, der Teilnahme an diversen Festivitäten im Jahresverlauf und der Hoffnung, dadurch weitere Anschaffungen finanzieren zu können, klang die Versammlung aus. ▪ cr

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