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Durchfahrt nach Jahrhundertflut nicht möglich - bis jetzt

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Von: Johannes Becker

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Von Wasser ist noch nichts zu sehen – das wird sich aber bald ändern: Für die Installation der neuen Brücke wurde der Hemecke-Bach auf einigen Metern umgeleitet.
Von Wasser ist noch nichts zu sehen – das wird sich aber bald ändern: Für die Installation der neuen Brücke wurde der Hemecke-Bach auf einigen Metern umgeleitet. © Ruthmann, Det

Sie ist 90 Tonnen schwer und besteht aus fünf Teilen: die neue Brücke, die über den Hemecke-Bach bei Berkermühle führt. Das alte Bauwerk war durch das Hochwasser im vergangenen Juli so stark geschädigt worden, dass eine Reparatur nicht mehr in Frage kam. Das war im September festgestellt worden.

Kierspe - Daher musste die Stadt eine neue Brücke in Auftrag geben, um dadurch wieder eine Durchfahrtsmöglichkeit von Feld und Vornholt nach Halstenbach, Haus Rhade und Berken zu gewährleisten. Dies war seit Mitte 2021 wegen der durch das Hochwasser stark geschädigten Brücke nicht möglich.

Spätestens ab Dienstag soll die Gemeindestraße nun wieder durchgängig befahren werden können. Denn in dieser Woche sind die fünf Fertigbauteile des neuen 3,50 mal 2,25 Meter großen Gewässerdurchlasses – Ein- und Auslauf, zwei Mittelteile und die Deckplatte – angeliefert worden. Bereits am Dienstagmittag war das Bauwerk an der richtigen Stelle aufgestellt. „Sitzt, wackelt und hat Luft“, freuten sich Polier Frederik Fleige und die anderen Mitarbeiter der Straßen- und Tiefbau GmbH, dass dies so gut geklappt hatte.

Das Bauwerk noch abdichten, alles wieder verfüllen und schließlich den Bach Hemecke – der für diese Arbeiten auf einigen Metern umgeleitet worden war – wieder durch sein altes Bett fließen lassen und natürlich die Fahrbahn wieder herrichten beziehungsweise auf dem Bauwerk erneuern: Dies alles sollte bis zum Wochenende gelingen, zeigte sich der Polier zuversichtlich. Dann könnte es ab Montag oder – falls noch Restarbeiten zu erledigen sind – ab Dienstag wieder heißen: „Freie Fahrt über die Hemecke bei Berkermühle.“

Fast 110 000 Euro teuer ist dieser Gewässerdurchlass, erklärt Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau, gegenüber der Meinerzhagener Zeitung. Man habe allerdings beim Land Fördermittel beantragt. Nach der Hochwasserkatastrophe im Juli hatte das Land solch ein Programm aufgelegt. „Wir hoffen, dass wir nun Fördermittel für den Bau des Gewässerdurchlasses erhalten“, sagt der Sachgebietsleiter. Er freute sich ebenfalls über den schnellen Fortschritt der Bauarbeiten, der nur dank des trockenen Wetters möglich sei. Im Übrigen sei der Durchlass etwas größer dimensioniert, um auch für künftige Hochwasserlagen gewappnet zu sein.

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