Ein Rettungswagen für Kierspe

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Ab dem Frühjahr des kommenden Jahres soll tagsüber ein Rettungswagen in Kierspe stationiert werden.

Kierspe - In Zukunft wird der Rettungswagen wohl deutlich früher eintreffen, wenn ein Notfall in Kierspe vorliegt. Denn nach Informationen der Meinerzhagener Zeitung wird ein neuer Rettungswagen am Heideweg stationiert – allerdings nur während des Tages.

Den Wunsch, einen Rettungswagen in Kierspe zu stationieren, um die Anfahrtszeiten zu verkürzen, gibt es in der Politik schon lange. Nun kam die Bestätigung, dass es so kommen soll, aus dem Umfeld des Rettungsdienstes.

„Der neu angeschaffte Rettungswagen kommt nach Meinerzhagen. Es gibt aber einen zusätzlichen Rettungswagen für Kierspe und Meinerzhagen. Wo dieser stehen wird, kann ich nicht sagen, das entscheidet der Kreistag am 19. Dezember, wenn über den Rettungsdienstbedarfsplan beraten und abgestimmt wird“, sagt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises auf MZ-Anfrage.

Bestätigt wird die Vermutung schließlich von einem Mitglied des DRK Kierspe. Demnach wird der Wagen ab Frühjahr 2020 in einer der neuen Garagen des DRK-Ortsvereins am Heideweg stehen, die Besatzung, die nur tagsüber ihren Dienst versieht, soll die Räume im DRK-Heim mitbenutzen.

Bereits 2013 hatten UWG und CDU in Kierspe gefordert, dass man mit dem Märkischen Kreis in Kontakt treten solle, um zu erreichen, dass ein zusätzlicher Wagen angeschafft und in Kierspe stationiert wird. Die Pläne der beiden Ratsfraktionen sahen damals vor, dass der Rettungswagen im neuen Gerätehaus seinen Platz finden soll. Dazu wird es nun nicht kommen, unter anderem wegen der unterschiedlichen Träger der Organisationen. Ist doch die Stadt für die Feuerwehr und der Kreis für den Rettungsdienst zuständig.

Klar war bereits vor sechs Jahren, dass die zwölf Minuten, in denen ein Rettungswagen bei dem Patienten sein soll, nur in 85 Prozent der Fälle erreicht wurden. Auch waren damals schon die Einsatzzeiten außergewöhnlich lang. So dauerte bereits 2013 ein durchschnittlicher Einsatz der Rettungswache Meinerzhagen 88 Minuten. Im Bereich der Wache, die für Herscheid und Plettenberg zuständig ist, dauerte ein solcher Einsatz nur 57 Minuten. Geschuldet war und ist das vor allem dem großen Gebiet, für das Fahrzeuge und Personal aus Meinerzhagen zuständig sind. Denn dieses reicht von der Listertalsperre bis Berkenbaum oder auch Rönsahl.

Der zusätzliche Bedarf ergibt sich nach Angaben des Märkischen Kreises aber vor allem aus den gestiegenen Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren. Allerdings ergibt sich aus diesen Zahlen auch, dass es ausreichend ist, die Tagesverfügbarkeit zu erhöhen. In den Abend- und Nachstunden sowie am Wochenende sind in Kierspe außerdem die Helfer vor Ort verfügbar, die bei jedem Einsatz des Rettungswagens mitalarmiert werden und aufgrund der geringeren Entfernung oft vor dem Rettungsdienst am Einsatzort sind.

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