Dreizügiger erster Jahrgang an der Bismarckschule

Insgesamt 654 Kinder besuchen im laufenden Schuljahr 2016/2017 die Kiersper Grundschulen. - Archivfoto: Ludwig

Kierspe - Manche markante Zahlen weist die Kiersper Schulstatistik 2017 auf. Unter anderem mit diesem Zahlenwerk, das bereits jetzt im Internet im Ratsinfosystem eingesehen und heruntergeladen werden kann, wird sich in seiner nächsten Sitzung der Ausschuss für Schule und Kultur befassen, dessen Mitglieder sich am kommenden Mittwoch, 7. Juni, um 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses treffen.

So weist die Statistik aus, dass sich die Zahl der Grundschüler im Schuljahr 2016/17 im Vergleich zu 2015/16 um etwa sechs Prozent erhöht hat, und zwar von 617 auf 654. Davon besuchen 351 Kinder die 15 Klassen des Schulverbundes Pestalozzi/Schanhollen, was einer Klassenfrequenz von 23,4 entspricht. 303 Mädchen und Jungen gehen in zwölf Klassen des Schulverbundes Bismarck/Servatius (Klassenfrequenz 25,3).

Eine Zunahme der Grundschülerzahl in Kierspe hatte es zuletzt 2014/15 gegeben, als 638 Kinder die heimischen Einrichtungen besuchten (2013/14: 620 Kinder). Davor war die Zahl nach einem Anstieg von 1027 (1998/99) auf 1122 im Schuljahr 1999/2000 über einen Zeitraum von 14 Jahren stetig zurückgegangen.

Einen Anstieg im Vergleich von 2015/16 zu 2016/17 gibt es auch beim Anteil ausländischer Kinder zu verzeichnen.

Dieser erhöhte sich im Schulverbund Pestalozzi/Schanhollen um 5,3 Prozent auf 11,7 Prozent. Die 41 ausländischen Schüler in diesem Verbund stammen aus Italien, Syrien (jeweils 7), dem Irak (5), Rumänien (4), Albanien (3), Kroatien, Mazedonien, Russland, Ukraine (jeweils 2), Aserbaidschan, Großbritannien, dem Iran, dem Libanon, Polen, Serbien und der Türkei (jeweils 1).

Im Schulverbund Bismarck/Servatius stieg der Anteil ausländischer Kinder um 5,9 Prozent auf 7,3 Prozent an. Diese 22 Schüler stammen aus Syrien (9), dem Irak (4) sowie Afghanistan, Albanien, China, Griechenland, dem Kosovo, Lettland, Polen, Rumänien und Tadschikistan (jeweils 1).

94 Kinder wechseln zur Gesamtschule

Zum Übergang der derzeitigen Viertklässler zu einer weiterführenden Schule heißt es in dem Zahlenwerk: „Im Schuljahr 2016/17 besuchten insgesamt 153 Schüler das vierte Schuljahr einer Grundschule, 13 Schüler mehr als im Vorjahr. Davon haben sich 94 Schüler (entspricht 61,5 Prozent) zum Besuch der Gesamtschule entschieden, das liegt 9,3 Prozent unter der Quote des Vorjahres. Zur Realschule Wipperfürth gehen insgesamt 17 Kinder. Das entspricht 11 Prozent der Schüler; gegenüber dem Vorjahr ist diese Übergangsquote um 8,2 Prozent stark angestiegen. Das Gymnasium (Halver 3, Meinerzhagen 27 Schüler) als weiterführende Schule wählen 30 Schüler (entspricht 19,6 Prozent); im Vergleich zum Vorjahr wechseln erneut 4,1 Prozent weniger Schüler dorthin. Sieben Schüler (entspricht 4,6 Prozent) wechseln auf die Sekundarschule nach Meinerzhagen – das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr.“

191 Neuaufnahmen an den Grundschulen

Bei den Neuaufnahmen in die Eingangsklassen der Kiersper Grundschulen im kommenden Schuljahr 2017/18 zeigt sich eine deutliche Zunahme. Während 2016/17 noch 157 Schüler neu aufgenommen wurden, werden es nun 191 Kinder sein.

Während allerdings die Zahl bei der Pestalozzischule stagniert (50, aufgeteilt in zwei Klassen) und sich bei der Schanhollenschule nur leicht erhöht (von 35 auf 37, erneut aufgeteilt in zwei Klassen), zeigt sich bei der Bismarckschule ein enormer Anstieg von 45 auf 74 Erstklässer, die entsprechend dann diesmal auf drei statt auf zwei Klassen verteilt werden. Problematisch dürfte es für die Servatiusschule werden: Diese werden im kommenden Schuljahr 30 Erstklässler (2016/17 waren es 27) besuchen, die allesamt in eine Klasse gehen werden.

Zu den Neuaufnahmen an den Grundschulen heißt es in der Schulstatistik erläuternd: „Auffällig ist dieses Jahr der über der Prognose (65 Schüler) liegende hohe Zuwachs der Bismarckschule, der sich aber allein nur aus der Schulwahl durch die Eltern (interne Verschiebungen zwischen den Standorten) ergeben hat und somit nicht prognostizierbar ist.

Die Problematik bei der Servatiusschule hinsichtlich der Klassenstärke ist einerseits dem starken Einschulungsjahrgang und andererseits dem Zuzug von Flüchtlingen geschuldet. Mit der Schulaufsicht beim Märkischen Kreis hat es hierüber schon Gespräche gegeben. Entscheidend für die Klassenbildung ist die Schülerzahl im Verbund, die bislang nur die Bildung von vier Klassen erlaubt. Eine Mehrklassenbildung ist zurzeit nicht möglich, notfalls ist mit 30/31-er-Klassen zu arbeiten. Nach der aktuellen Prognose entspannt sich (ohne neue Zuwanderung) in den nächsten zwei Jahren die Lage erst mal. Die Thematik wird aber seitens der Verwaltung und der Schulleitung zur regelmäßigen Abstimmung mit dem Schulamt weiterhin vorgehalten, um notfalls eine Einzelfalllösung zu erreichen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare